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Weser-Kurier: Zur Zukunft des Bremer Museums Weserburg schreibt Iris Hetscher:

Bremen (ots) - Man kann in Bremen natürlich jede Diskussion auf die knappen Finanzen schrumpfen, die zur Verfügung stehen. Für alles, auch für Kultur. Von daher sieht es für den Standort des Neuen Museums Weserburg auf dem Teerhof sowieso nicht rosig aus. Sicher, für eine einmalige Sanierung wäre vielleicht Geld da, sechs Millionen sollen noch im Topf sein. Und die Folgekosten? Irgendwann müsste zwangsläufig die Stadt einspringen. Und dann hat man sie erneut an der Backe, die Debatte um die Finanzierung von Kultur. Und ob das alles wirklich sein muss. In den Blick geraten werden dann auch die stetig sinkenden Besucherzahlen der Weserburg - das müssen sie sogar: Möglichst viele Neugierige anzulocken sollte immer der Antrieb derjenigen sein, die in Kultur machen, ob auf der Bühne oder im Museum. Von daher möchte man allen an der Diskussion Beteiligten mehr Wagemut wünschen, denn die Debatte sollte keine finanzielle, sondern eine konzeptionelle sein. Die Chance, die eine Meile mit Kunsthalle, Marcks-, Wagenfeldhaus UND Weserburg in den Wallanlagen bietet, ist groß. Synergieeffekte sind das eine, ein augenfälligerer Standort das andere. Darüber sollte auch in der Kunstszene einmal ernsthaft nachgedacht werden, anstatt sich weiterhin lamoryant darin zu üben, lieb gewordene Pfründe zu verteidigen und alles andere gleich als Anschlag auf die Kunstfreiheit zu verdammen.

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