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Weser-Kurier: Kommentar von Jörn Seidel zum frühen Weihnachtsverkauf

Bremen (ots) - Alle Jahre wieder kommt das Christuskind auf die Erde nieder, wo dieSüßwarenhändler sind. Und das ist mindestens ein Vierteljahr vor Weihnachten. Während Eisverkäufer noch die letzten großen Gewinne ihrer Saison einfahren, sind die Regale der Supermärkte und Discounter bereits prall gefüllt mit Spekulatius und Weihnachtsstollen. In wenigen Tagen kommen die Schokoladenengel hinzu. Und alle Jahre wieder schließt sich die Diskussion an: Muss das denn wirklich schon so früh sein? Ja, es muss! Diese Antwort geben wir Verbraucher uns selbst. Da nützt es auch nichts, dass laut einer Umfrage knapp zwei Drittel der Deutschen vom frühen Weihnachtsverkauf genervt sind. Mit unserem Kaufverhalten haben wir uns diese Unsitte selbst zuzuschreiben. Plötzlich wird da schon die Forderung laut, den frühen Weihnachtsverkauf gesetzlich zu verbieten. Was für ein Unsinn! Einen Kontrollstaat will niemand. Und es widerspräche der freien Marktwirtschaft, die eine wunderbare Eigenschaft hat: Verbraucher können über ihre Nachfrage Einfluss auf das Angebot nehmen. Und damit können wir selbst über unsere Weihnachtskultur bestimmen: Soll sie geprägt sein von kommerziellen oder ideellen Werten? Also, wer nicht will: Finger weg! Und wer beim leckeren Lebkuchen jetzt doch schon schwach werden sollte: Wohl bekomm's!

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