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Weser-Kurier: Zum Werder-Test ohne Zuschauer schreibt André Fesser:

Bremen (ots) - Man kann gewiss darüber streiten, welchen Wert ein Testspiel zweier Fußball-Bundesligisten zwei Wochen vor Saisonbeginn für den Besucher einer solchen Partie hat. Wenn man Pech hat, probieren die Trainer viel rum, lassen die zweite Mannschaft aufs Feld und die Stars auf der Bank. Mit Glück scheint wenigstens die Sonne, und eventuell schmeckt auch noch die Bratwurst. Nicht darüber streiten kann man über die Frage, wie die Verabredung eines Spiels gegen Hannover 96 mitten in einer hitzigen Debatte über die Bezahlung von Polizeieinsätzen zu bewerten ist: Es handelt sich um eine Provokation. Wenn sich Werder zu Testzwecken einen der größten Rivalen seiner Fans in die Stadt holt und damit ohne Not die Polizei auf den Plan ruft, dann darf man das als freundlichen Gruß an den Innensenator verstehen. Werder ist sauer, dass Ulrich Mäurer der Deutschen Fußball-Liga - und damit auch Werder selbst - die Kosten für außergewöhnliche Polizeieinsätze aufdrücken will. Das ist nachvollziehbar, allerdings verdient das Thema eine sachliche Debatte. Die brisante Paarung, die obendrein auf einem ungeeigneten Nebenplatz des Weserstadions steigen soll, dürfte den Zwist jedoch eher befeuern. Somit wird der Streit auf dem Rücken von Steuerzahlern und Fans ausgetragen. Dort gehört er aber nun gar nicht hin.

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