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Weser-Kurier: Alexander Pitz zum TÜV-Kompromiss der EU

Bremen (ots) - Die für ihre Regulierungswut zu Recht oft gescholtene Europäische Union hat gestern gezeigt, dass sie auch anders kann. Die neuen EU-weiten TÜV-Vorschriften, auf die sich das Parlament in Straßburg gestern geeinigt hat, sind ein vernünftiger Kompromiss zwischen Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und individueller Freiheit. Die beschlossenen Standards, wonach Neuwagen spätestens nach vier Jahren und ältere Autos mindestens alle zwei Jahre überprüft werden müssen, sorgen einerseits für einheitlichere Regeln in Europa, nehmen andererseits aber auf nationale Unterschiede Rücksicht. Besonders Deutschlands Autofahrer können erleichtert sein. Für sie bleibt im Grunde alles, wie es ist. Der ursprüngliche Plan übereifriger EU-Bürokraten, der jährliche Kontrollen für ältere Fahrzeuge vorsah, wurde verworfen. Eine solch strenge Vorschrift hätte hierzulande, wo technische Probleme bei Verkehrsunfällen ohnehin kaum eine Rolle spielen, nicht für mehr Sicherheit, sondern lediglich für jede Menge Zusatzkosten gesorgt. Begrüßenswert ist zudem, dass die Neuregelung verbindliche Vorgaben enthält, wie eine Kfz-Sicherheitsprüfung abzulaufen hat. Denn einheitliche Prüfintervalle bringen gar nichts, wenn nicht bei jeder Untersuchung in Europa zumindest ein eingehender Blick auf die Bremsanlage obligatorisch ist.

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