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Weser-Kurier: Kommentar zum Bericht des Wehrbeauftragten

Bremen (ots) - Ursula von der Leyen indes musste gar nicht erst auf die Beschwerde-Bilanz von Hellmut Königshaus warten, um gleich nach ihrem Amtsantritt mehr Wohlbefinden für die rund 184.000 Männer und Frauen in Uniform zu versprechen. Sie tat dies mit dem sicheren Instinkt für Imagepflege in eigener Sache. Oder anders ausgedrückt: Während der preußisch-spröde de Maizière die Bundeswehrreform ohne Rücksicht auf die Soldaten durchgedrückt hat, darf die verunsicherte Truppe unter der gelernten Familienpolitikerin von der Leyen auf Nestwärme hoffen. So weit die Theorie. Die Praxis der Wehrberichte hingegen wird zeigen, dass Beschwerden über die Zahl der Einsätze oder unzureichende Ausrüstung in den kommenden Jahren kaum weniger werden. Zumindest dann, wenn von der Leyens Vorschlag einer verstärkten Bundeswehr-Präsenz im Ausland Realität werden sollte - bei einem tendenziell weiter sinkenden Rüstungsetat. Alle Bundeswehr-Bewerber seien deshalb eindringlich gewarnt: Wer nach einem Acht-Stunden-Tag im wohltemperierten Büro seinen regelmäßigen Feierabend zu Hause oder im Verein verbringen will, ist in der Truppe schlichtweg fehl am Platz.

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