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Der Tagesspiegel: Deutscher Pisa-Chef weist "Spiegel"-Bericht zurück: "Schüler, die Geld bekommen, strengen sich nicht mehr an"

Berlin (ots)

Der Leiter der deutschen Pisa-Studie, der Kieler
Professor Manfred Prenzel, hat eine Darstellung des "Spiegels" 
zurückgewiesen, deutsche Pisa-Forscher seien "entsetzt" darüber 
gewesen, dass Schüler in manchen Ländern für ihre Teilnahme am 
Pisa-Test Geld bekommen hätten, weil dieses die Ergebnisse verzerren.
"Das stimmt doch nicht. "Schüler, die Geld bekommen, strengen sich 
nicht mehr an", sagte Prenzel dem Tagesspiegel (3. Dezember).
In der Tat hätten sich die nationalen Projektmanager der Studie 
darüber ausgetauscht, wie die Teilnehmerstaaten jeweils die nötigen 
Stichprobengrößen erzielten: "Es ging darum, gute Ideen für eine hohe
Teilnehmerquote auszutauschen", sagte Prenzel.
Hintergrund dafür sei, dass die Schüler in bestimmten Ländern zum 
Zeitraum der Pisa-Tests bereits durch eine Fülle von Prüfungen 
"testmüde" seien. Diese Schüler und deren Eltern seien deshalb oft 
nicht motiviert, zusätzlich noch an der Pisa-Studie teilzunehmen. In 
den USA hätten die teilnehmenden Schüler beispielsweise extra für 
Pisa noch einmal am Nachmittag in die Schule kommen müssen. Aus Sicht
der Pisa-Forscher habe es überhaupt keine Wirkung auf die 
Testergebnisse, wenn Schüler für ihre Teilnahme Geld erhielte: "Das 
verzerrt die Ergebnisse in keiner Weise", sagte Prenzel. Dies habe 
eine Kontrolluntersuchung des damaligen nationalen Pisa-Leiters 
Jürgen Baumert bereits für Pisa 2000 ergeben.
Wenn deutsche Schüler bei Pisa 2006 einen Stift mit 
"Pisa"-Aufdruck erhalten hätten, handle es sich nicht um ein 
Werbegeschenk zur Motivation. Vielmehr scanne Deutschland die 
Testbögen ein, so dass die Schriftbreite - und Farbe identisch sein 
müsse.
Prenzel hält es für kaum möglich, dass Länder sich beim Pisa-Test 
Vorteile verschaffen können: "Es gibt zu viele Kontrollen." Das 
Monitoring sei "sehr genau" und "pingelig".

Pressekontakt:

Der Tagesspiegel
Chef vom Dienst
Thomas Wurster
Telefon: 030-260 09-308
Fax: 030-260 09-622
cvd@tagesspiegel.de


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