Deutscher Zukunftspreis

Nominierung zum Deutschen Zukunftspreis 2015 - Entscheidung am 2. Dezember
Neue Formen der Konstruktion und Fertigung sind Thema eines Teams

Berlin (ots) - Am 2. Dezember 2015 verleiht Bundespräsident Joachim Gauck den Deutschen Zukunftspreis, den Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation. Drei Teams sind für die hochrangige Auszeichnung nominiert. Wir stellen kurz die Nominierungen im Video vor - Peter Sander informiert für sein Team über "3-D-Druck im zivilen Flugzeugbau - eine Fertigungsrevolution gebt ab".

Diese Nominierten haben ein Verfahren entwickelt, um metallische Flugzeugbauteile zu drucken. Im Airbus A350 kommt es erstmals zum Einsatz. Anders als bisher werden die Produkte beim 3-D-Druck nicht aus einem Materialstück herausgearbeitet, sondern Schicht für Schicht aufgebaut. Das verringert den Material- und Energieverbrauch, gibt Konstrukteuren mehr Freiheit bei der Gestaltung. Auch Prototypen oder Einzelstücke lassen sich einfach und günstig herstellen. Allerdings kamen bisher nur bestimmte Werkstoffe für die "additive Fertigung" in Frage.

Das Team hat sie nun auch für hochbelastbare metallische Bauteile nutzbar gemacht. Das neue "LaserCUSING"-Verfahren eignet sich etwa für Stahl, Edelmetalle und Titan-Legierungen. Dank einer patentierten Ansteuerung lassen sich auch große Bauteile weitgehend spannungsfrei drucken. Kern der Innovation ist ihr rundum digitaler Charakter. Damit lässt sie sich in eine durchgängige digitale Prozesskette einbinden, bei der alle Fertigungsschritte automatisiert und aufeinander abgestimmt sind - das Prinzip von Industrie 4.0.

Airbus setzt das Verfahren zunächst zur Herstellung eines Kabinenhalters aus Titan im Langstrecken-Großraumflugzeug A350 XW ein. Das macht die Fertigung kostengünstiger und umweltschonender - und verkürzt Ausfallzeiten durch die Wartung der Flugzeuge: Ersatzteile lassen sich nach Bedarf vor Ort drucken. Die 3-D-Drucktechnologie für Metall wird auch in vielen Branchen wie dem Fahrzeug-, Maschinen- und Anlagenbau konventionelle Fertigungsmethoden ersetzen oder ergänzen.

Die Entscheidung über die Preisträger trifft die Jury, besetzt mit Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft, erst am 2. Dezember. Bundespräsident Joachim Gauck zeichnet das Siegerteam am Abend mit dem mit 250.000 Euro dotierten Preis aus.

Die Verleihung ist per Livestream am 2. Dezember 2015, ab 18.00 Uhr, die Ausstrahlung der festlichen Veranstaltung im ZDF ab 22.30 Uhr zu verfolgen.

Weitere Informationen zu den Nominierten, Bild- und Podcast- und Videomaterial zum Download unter www.deutscher-zukunftspreis.de

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