Deutscher Zukunftspreis

Deutscher Zukunftspreis 2015 - Entscheidung am 2. Dezember
Um Mobilität und Sicherheit geht es in einer der drei Nominierungen

Berlin (ots) - Am 2. Dezember 2015 verleiht Bundespräsident Joachim Gauck den Deutschen Zukunftspreis, den Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation. Drei Teams sind für die hochrangige Auszeichnung nominiert. Wir stellen kurz die Nominierungen im Video vor - Ralf Bornefeld spricht für sein Team über "Neue Radartechnologie für Autos - ein Lebensretter geht in Serie".

Diese Nominierten haben die Basis dafür gelegt, dass sich aktive Sicherheitssysteme für Autos kostengünstig herstellen lassen und auch für kleinere Fahrzeuge rentabel werden. Solche Systeme können selbstständig reagieren, wenn ein Unfall droht.

Aktive Sicherheitssysteme, die etwa Fußgänger erkennen, den "Toten Winkel" überwachen, bei zu geringem Abstand warnen oder sogar eine automatische Notbremsung durchführen, lassen sich gut mit Radarsensoren realisieren. Radarbasierte Fahrerassistenzsysteme funktionieren auch bei Dunkelheit, schlechtem Wetter oder Gegenlicht sicher und zuverlässig. Doch bisher waren sie so teuer, dass sich ihr Einbau nur für Fahrzeuge der Oberklasse lohnte.

Das haben die Infineon-Forscher geändert. Dazu ersetzten sie zum einen Galliumarsenid als Material zur Herstellung der Radarchips durch Silizium und Silizium-Germanium. Damit lassen sich erprobte Fertigungstechnologien aus der Massenproduktion von Prozessoren und Speichern für Handys oder Computer nutzen. Das senkt die Herstellungskosten von Radarsystemen deutlich - und macht sie kleiner. Zum anderen passten die Forscher eine Gehäusetechnologie, die bisher für Mobilfunkchips genutzt wurde, an die Anforderungen im Hochfrequenzbereich des Radars an. Damit lassen sich Radarchips in ein robustes Gehäuse integrieren, das die weitere Verarbeitung beim Systemhersteller fürs Auto vereinfacht.

Die Kombination beider Innovationen ist ein Durchbruch für die Radartechnologie im Automobilbereich. Sensoren für aktive Sicherheitssysteme lassen sich nun so preisgünstig herstellen, dass sie auch für Kleinwagen attraktiv sind. Die Verbreitung der Systeme wird die Zahl der Toten und Verletzten im Straßenverkehr weiter senken.

Die Entscheidung über die Preisträger trifft die Jury, besetzt mit Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft, erst am 2. Dezember. Bundespräsident Joachim Gauck zeichnet das Siegerteam am Abend mit dem mit 250.000 Euro dotierten Preis aus.

Die Verleihung ist per Livestream am 2. Dezember 2015, ab 18.00 Uhr, die Ausstrahlung der festlichen Veranstaltung im ZDF ab 22.30 Uhr zu verfolgen.

Weitere Informationen zu den Nominierten, Bild- und Podcast- und Videomaterial zum Download unter www.deutscher-zukunftspreis.de

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