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L'Oréal-UNESCO For Women in Science Preis 2016
Internationaler Preis zeichnet herausragende Wissenschaftlerinnen aus
Erstmals seit 2002 kommt eine Preisträgerin aus Deutschland

L'Oréal-UNESCO For Women in Science Preis 2016 / Internationaler Preis zeichnet herausragende Wissenschaftlerinnen aus / Erstmals seit 2002 kommt eine Preisträgerin aus Deutschland / FOR WOMEN IN SCIENCE-Preisträgerin Professor Emmanuelle Charpentier / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/24390 / Die Verwendung dieses Bildes ...

Paris (ots) - Am 24. März erhalten fünf herausragende Wissenschaftlerinnen den mit je 100.000EUR dotierten L'Oréal-UNESCO For Women in Science Preis. Diese Auszeichnung soll ihren außergewöhnlichen Beitrag in der Wissenschaft honorieren und Vorbilder für junge Nachwuchswissenschaftlerinnen schaffen.

Eine der fünf Preisträgerinnen ist Professor Emmanuelle Charpentier vom Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin, die den Preis zusammen mit Professor Jennifer Doudna aus den USA erhält. Im Rahmen ihrer Studien entdeckte Professor Charpentier, dass sich das sogenannte CRISPR-Cas9-System von Bakterien als extrem präzises Werkzeug einsetzen lässt, um genetisches Material zu bearbeiten und die Funktion von Genen zu untersuchen. Ihre Erkenntnisse haben die Genforschung revolutioniert. Sie können unter anderem dazu genutzt werden, neue Behandlungsmöglichkeiten für schwerwiegende Krankheiten des Menschen zu entwickeln. Damit hat sie einen entscheidenden Beitrag zum Fortschritt der Genforschung geleistet. Die Preisverleihung findet am kommenden Donnerstag in der Sorbonne in Paris statt.

Das L'Oréal-UNESCO For Women in Science Programm hat das Ziel, Frauen in der Wissenschaft zu fördern. Die fünf Preisträgerinnen sind Beispiele die zeigen, dass Frauen in der Wissenschaft die Welt verändern können. Der For Women in Science Preis würdigt in diesem Jahr Wissenschaftlerinnen, die nach Lösungen für globale Herausforderungen suchen, beispielsweise die Bekämpfung von Pandemien oder schwerwiegenden Krankheiten.

Das Auswahlverfahren

Es werden Wissenschaftlerinnen aus fünf verschiedenen Regionen der Welt ausgezeichnet. Die fünf Preisträgerinnen wurden von über 2.600 weltweit führenden Wissenschaftlern nominiert und anschließend von einer 13-köpfigen unabhängigen internationalen Jury, bestehend aus renommierten Forschern der globalen Wissenschaftsgemeinschaft, gewählt. In der 18-jährigen Geschichte des Programms ist erstmals eine Frau Jury-Präsidentin: Professor Elizabeth H. Blackburn, ausgezeichnet mit dem L'Oréal-UNESCO For Women in Science Preis 2008 und dem Nobelpreis in Physiologie oder Medizin 2009.

Ein internationales Programm mit nationalen Pfeilern

Seit einigen Jahren hat das internationale For Women in Science Programm zahlreiche regionale und nationale Pfeiler und wird mittlerweile in über 100 Ländern durchgeführt. Insgesamt wurden bereits 2.530 Wissenschaftlerinnen aus der ganzen Welt ausgezeichnet. In Deutschland richtet sich das For Women in Science Programm an hochtalentierte Naturwissenschaftlerinnen mit Kindern, da hierzulande die Familiengründung häufig zur Unterbrechung oder zum Abbruch einer vielversprechenden Karriere führt. www.fwis-programm.de

   Alle Preisträgerinnen 2016 im Überblick:
   AFRIKA UND DIE ARABISCHEN STAATEN 
   Professor Quarraish ABDOOL KARIM CAPRISA, Nelson R Mandela School 
of Medicine, Univeristy of KwaZulu-Natal, Südafrika 
   FÜR IHREN BEITRAG ZUR KONTROLLE DER VERBREITUNG DES HI-VIRUS 
   ASIEN/PAZIFIK 
   Professor Hualan CHEN 
   Harbin Veterinary Research Institute, Chinese Academy of 
Agricultural Sciences, Harbin, China 
   FÜR IHREN BEITRAG ZUM SCHUTZ DES LEBENS VOR EINEM TÖDLICHEN 
GRIPPEVIRUS 
   LATEINAMERIKA 
   Professor Andrea GAMARNIK 
   Molecular Virology Labaratory, Fundación Instituto Leloir, 
Conicet, Buenos Aires, Argentina 
   FÜR IHRE ARBEIT ZUR VERHINDERUNG DER AUSBREITUNG DES 
DENGUE-FIEBERS 
   EUROPA 
   Professor Emmanuelle CHARPENTIER 
   Max Planck Institute for Infection Biology, Berlin, Germany 
   FÜR DIE NEUERFINDUNG DER GENFORSCHUNG 
   NORDAMERIKA 
   Professor Jennifer DOUDNA 
   Howard Hughes Medical Institute, Department of Molecular and Cell 
Biology, University of California, Berkely, United States 
   FÜR DIE NEUERFINDUNG DER GENFORSCHUNG 

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Viola Sprick
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