Genossenschaftsverband Bayern

Bayern kennen sich bei Einlagensicherung nicht aus

München (ots) - Die Bayern haben massive Wissensdefizite, wenn es um die Höhe des Einlagenschutzes der Banken geht. Das ergibt eine repräsentative Befragung, die im Auftrag des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB) im Freistaat durchgeführt wurde. 88 Prozent der Befragten wissen nicht, in welcher Form und bis zu welcher Höhe ihre jeweilige Bank die Einlagen schützt. Gleichzeitig wünschen sich 86 Prozent der befragten Personen, dass der Einlagenschutz in Deutschland grundsätzlich oder zumindest bei einigen Kreditinstituten verbessert werden sollte. Zu den Banken, bei denen das Guthaben am schlechtesten geschützt ist, zählen nach der subjektiven Einschätzung der Befragten vor allem Geschäftsbanken. Am sichersten gelten die Volksbanken und Raiffeisenbanken.

Zwei Jahre Finanzkrise haben das Vertrauen der Bayern in die Banken zwar geschwächt. Allerdings gibt es kein generelles Misstrauen in alle Banken. Jeder vierte Befragte gibt an, dass sein Vertrauen in deutsche Banken nicht gelitten habe. Drei von zehn Bayern merken an, dass ihr Vertrauen generell erschüttert sei. Vier von zehn Befragten allerdings differenzieren und sagen, dass es lediglich hinsichtlich bestimmter Institute gelitten habe. Am stärksten ist der Vertrauensverlust in Geschäftsbanken. Kaum Vertrauenseinbußen verzeichnen die Volksbanken und Raiffeisenbanken. Weitgehend ungebrochen ist zudem das Vertrauen der Bayern in ihre persönlichen Bankberater. Fast 60 Prozent der Befragten bezeichnen es als sehr gut oder gut. Dazu passt, dass trotz Finanzkrise insgesamt 82 Prozent der Bayern angeben, in den letzten zwei Jahren keine schlechten Erfahrungen mit einer Bank gemacht zu haben.

Anerkannt wird von den Bayern, dass die Banken sich bemühen, Lehren aus der Krise zu ziehen. So bestätigen immerhin knapp 70 Prozent der Befragten, dass es Lerneffekte bei den Kreditinstituten gibt. 50 Prozent der Befragten sind zudem der Ansicht, dass auf dem Finanzmarkt politischer Regulierungsbedarf besteht. 44 Prozent der Befragten differenzieren allerdings und fordern Regulierungen nur für bestimmte Banken. Die Umfrageergebnisse zeigen deutlich, dass Regulierungsbedarf insbesondere für Geschäftsbanken besteht.

Eine Zusammenfassung der Studie kann in der Pressestelle des GVB angefordert oder unter www.gv-bayern.de abgerufen werden.

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