Hauptverband der Deutschen Bauindustrie

Tarifverhandlungen für das deutsche Baugewerbe gescheitert!

    Berlin (ots) - Die Tarifverhandlungen für die 950.000
Beschäftigten des deutschen Baugewerbes sind heute nach 10-stündigen
Verhandlungen in Frankfurt gescheitert. Wie der Verhandlungsführer
der Arbeitgeber, Prof. Thomas Bauer, Vizepräsident des Hauptverbandes
der Deutschen Bauindustrie, im Anschluss an die Gespräche mitteilte,
hätten die Gegensätze insbesondere bezüglich der Reform der
Lohngruppenstruktur in freien Verhandlungen nicht überbrückt werden
können. Trotz der überaus schwierigen wirtschaftlichen Lage der
Bauunternehmen seien die Arbeitgeber bis an die Grenze des
tarifpolitisch Verantwortbaren gegangen. Ein konkretes Lohnangebot
hätten die Arbeitgeber jedoch nicht abgeben können, da die notwendige
Basis einer neuen Lohnstruktur nicht zu Stande gekommen sei.
    
    Für die Arbeitgeber sei es ein vorrangiges Ziel gewesen, dem
Flächentarifvertrag in den neuen Bundesländern wieder Geltung zu
verschaffen, erläuterte Bauer. Dazu wäre es notwendig, die
Lohnstruktur an die reale Vergütungssituation anzupassen. Nur auf
dieser Basis sei es möglich, in den kommenden Jahren wieder gemeinsam
erfolgreiche Tarifpolitik zu betreiben und die Ost-/Westanpassung
erfolgreich zu gestalten.
    
    Bauer bedauerte es sehr, dass es nicht möglich gewesen sei, die
notwendige tarifpolitische Wende in freien Verhandlungen
herbeizuführen. Man habe jedoch am Ende erkennen müssen, dass ohne
die Einschaltung eines Schlichters ein Verhandlungsergebnis nicht
erreichbar gewesen sei. Bauer: "Jetzt ist Herr Geißler am Zug".
    
    
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