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Erneuerbare Energien in Brandenburg:Junge Boombranche weiter unterstützen

Potsdam (ots)

Deutsche Umwelthilfe, First Solar und Vestas
nennen große Erfolge der Erneuerbaren Energien in Brandenburg "gute 
Basis" - Land soll langfristig führendes Energieland bleiben - 
Erneuerbare-Energien-Gesetz und aktive Industriepolitik als Garanten 
für tausende Arbeitsplätze und weiteren Ausbau Klima schonender und 
unerschöpflicher Energien
Erneuerbare Energien in Brandenburg schaffen heute tausende 
Arbeitsplätze und sichern in Zukunft die Position des Landes als eine
der führenden Energieregionen in Deutschland. Anlässlich einer 
gemeinsamen Pressekonferenz betonten die Deutsche Umwelthilfe e. V. 
(DUH), der Windanlagenbauer Vestas und der Hersteller von 
Dünnschicht-Solarmodulen First Solar in der Landeshauptstadt die 
Rolle der Erneuerbaren Energien als Hoffnungsträger in der Finanz- 
und Wirtschaftskrise und Schlüsselindustrie für das 21. Jahrhundert.
Voraussetzung für eine Fortsetzung des Booms der vergangenen Jahre
sei allerdings die Beibehaltung und Fortentwicklung der politischen 
Energiestrategie der letzten Jahre, sagte Gerd Rosenkranz, der Leiter
Politik und Presse der Deutschen Umwelthilfe. Nach Überzeugung der 
DUH wäre eine Abkehr vom mit der Energiewirtschaft ausgehandelten 
Ausstieg aus der Atomenergie und eine Verlängerung der 
Reaktorlaufzeiten kontraproduktiv für den weiteren dynamischen Ausbau
der Erneuerbaren Energien. Der Grund liege in einem drohenden 
"Systemkonflikt" zwischen dem unstet anfallenden Strom aus Wind und 
Sonne einerseits und Atomkraftwerken, die immer dieselbe Menge Strom 
liefern und sich an die Schwankungen nicht anpassen können 
andererseits. Dasselbe gelte langfristig auch für große 
Kohlekraftwerke, die ebenfalls rund um die Uhr und rund ums Jahr 
betrieben werden. "Alle Parteien fordern im Wahlkampf 
erfreulicherweise mindestens eine Verdoppelung von Strom aus 
Erneuerbaren Energien binnen zehn Jahren. Aber das wird nicht 
funktionieren, wenn gleichzeitig die Atomkraftwerke weiterlaufen und 
neue Kohlekraftwerke errichtet werden", sagte Rosenkranz. Das sei im 
Übrigen "keine Frage der Ideologie, sondern eine Frage der Physik".
David Wortmann, der Leiter des Hauptstadtbüros des 
Solarmodul-Herstellers First Solar GmbH, betonte die großen 
Zukunftschancen, die der Ausbau der Solarenergie und der anderen 
Erneuerbaren Energien zu einer tragenden Säule im Energiemix mit sich
brächten. Nicht zufällig sei Brandenburg kürzlich als bestes 
Bundesland für Erneuerbare Energien ausgezeichnet worden und wolle 
bis 2020 schon 90 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren 
Energiequellen gewinnen. First Solar betreibt seit 2007 in Frankfurt 
an der Oder eine Modul-Fabrik mit rund 600 Beschäftigten. "Wir haben 
damit eine gute Basis geschaffen. Auch in Zukunft wird ein schneller 
Ausbau der Solarenergie Arbeitsplätze in Industrie, Handwerk und 
Handel schaffen", betonte Wortmann. First Solar wünsche sich von der 
Politik, dass sie das bewährte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 
fortführe und weiter entwickle. "Das EEG war und ist die Grundlage 
für Deutschlands weltweite Spitzenposition bei den Erneuerbaren 
Energien, es ist der wichtigste Motor für Innovationen, Investitionen
und die Schaffung zukunftsfähiger Arbeitsplatze in den Regionen. 
Perspektivisch führt es Solarstrom direkt in die Wettbewerbsfähigkeit
mit konventionellen Energien."
Frank Weise, Geschäftsführer der Vestas Blades Deutschland GmbH, 
die schon seit 2002 am Standort Lauchhammer Windrad-Rotorblätter 
herstellt und über 500 Mitarbeiter beschäftigt, forderte die 
verantwortlichen Politiker auf, "die industriepolitischen Interessen 
Brandenburgs in Zukunft noch nachdrücklicher zu vertreten." Nach wie 
vor sei das Interesse privater und institutioneller Investoren am 
Ausbau Erneuerbarer Energieanlagen in Brandenburg riesig. Das 
wichtigste Exportgut des Landes sei Strom, der heute weit überwiegend
aus der Verbrennung von Braunkohle stamme. Die Wirtschaftlichkeit der
Braunkohle-Verstromung werde jedoch spätestens ab 2013 deutlich unter
Druck geraten, wenn mit dem Start der nächsten Stufe es 
CO2-Zertifikatehandels auf EU-Ebene die Verschmutzungsrechte 
vollständig ersteigert werden müssten. Andererseits habe Brandenburg 
wiederholt erklärt, Energieexporteur bleiben zu wollen, was das Land 
grundsätzlich für Investoren im Energiebereich interessant mache. 
"Die eigentliche Engstelle ist die äußerst restriktive Praxis bei der
Erteilung von Bau-Genehmigungen für Windkraftanlagen in  den Regionen
des Landes",  sagte Weise und forderte einen "Landes-Entwicklungsplan
Wind, der geeignet ist diesen Flaschenhals zu öffnen". Mit ihrer 
Energiestrategie 2020 habe die Landesregierung die Verdoppelung der 
Windeignungsflächen beschlossen und in Verbindung mit dem derzeit 
geltenden EEG-Vergütungssatz ein enormes Potenzial geschaffen, um 
Investitionen in Infrastruktur und Fertigungsstätten direkt nach 
Brandenburg zu lenken. Dieses Potenzial werde jedoch nicht 
automatisch abgerufen, mahnte Weise. Im inner- und außereuropäischen 
Ausland sei es sogar üblich, dass Lizenzen für die Windenergienutzung
an die Bedingung geknüpft werden, dass in der jeweiligen Region auch 
Fertigungsstätten errichtet und Arbeitsplätze geschaffen werden. 
Folglich wäre es "nur recht und billig, dass auch Brandenburg seine 
Interessen entschlossener wahrnimmt."

Pressekontakt:

Dr. Gerd Rosenkranz, Leiter Politik und Presse, Hackescher Markt 4,
10178 Berlin, Mobil: 01715660577, Tel.: 0302400867-0, Fax:
0302400867-19, E-Mail: rosenkranz@duh.de

Dr. Sebastian Fasbender, Kommunikationsmanager Deutschland, Mobil:
01721580412, E-Mail: sfasbender@firstsolar.com

Dr. Cornelia Ziehm, Leiterin Klimaschutz und Energiewende, Hackescher
Markt 4, 10178 Berlin, Mobil: 0160 94182496, E-Mail: ziehm@duh.de

Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell

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