Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Vor 60 Jahren: Deportation der jüdischen Bürger aus Baden, der Pfalz und dem Saarland nach Gurs
Frankreich

    Kassel (ots) -

    Volksbund richtete Friedhof wieder her und veranstaltete
internationale Jugendbegegnung / Gedenkveranstaltungen am 29. und 30.
Oktober 2000
    
    Vor 60 Jahren, am 22. Oktober 1940, wurden auf Anordnung der
Gauleiter von Saar/Pfalz und Baden die jüdischen Bürger
Südwestdeutschlands, in das französische Internierungslager Gurs in
der Nähe der Pyrenäen deportiert. 6.500 Menschen, vor allem aus den
badischen Städten Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Konstanz,
Mannheim, Pforzheim und Weinheim verloren dabei zunächst ihre Heimat.
Viele starben an Entkräftung oder Krankheiten, etwa ein Drittel fand
zwischen 1942 und 1944 den Tod in den Vernichtungslagern im Osten.
    
    Aus Anlass des 60. Jahrestages der Verschleppung veranstalten die
badischen Städte und die Israelitische Religionsgemeinschaft Baden am
29. Oktober, um 14.00 Uhr, eine Gedenkfeier auf dem Lagerfriedhof in
Gurs, an der auch Karl-Wilhelm Lange, Präsident des Volksbundes
Deutsche Kriegsgräberfürsorge mitwirkt. Die Gedenkansprache hält Kurt
Beck, Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz. Neben der
zentralen Veranstaltung in Gurs findet am nachfolgenden Tag noch eine
weitere Kranzniederlegung auf dem Lagerfriedhof in Noé (11.30 Uhr)
statt.
    
    Mitarbeiter der französischen Außenstelle des Volksbundes haben in
diesem Frühjahr den Friedhof, auf dem 1.070 Deportierte begraben
sind, wieder hergerichtet, die Grabstelen neu versetzt und die
Rasenflächen komplett erneuert. Außerdem organisierte der
Volksbund-Landesverband Baden-Württemberg in diesem Sommer zum
zweiten Mal eine internationale Jugendbegegnung in Gurs. Dabei legten
Jugendliche aus Frankreich, Israel und Deutschland gemeinsam letzte
Hand an, um den Friedhof, für die Gedenkveranstaltung herzurichten
und als Mahnmal zur Errinnerung an die Deportation zu erhalten.
  

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