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Banken-IT-Studie deckt erheblichen Handlungsbedarf im Prozessmanagement bei deutschen Banken auf

München (ots) - Der Weg aus der Krise: schneller, effizienter, kundenfreundlicher. Geschäftsprozessoptimierung (GPO) ist eine der größten Herausforderungen der weltweiten Bankenlandschaft in den kommenden Jahren. Und ohne die strategische Einbindung der IT ist diese nicht lösbar. Im Rahmen der aktuellen Banken-IT-Studie untersuchte der IT-Dienstleister Capgemini sd&m in Zusammenarbeit mit dem Analystenhaus IDC den Reifegrad der GPO bei deutschen Banken. 165 Teilnehmer nahmen an der Umfrage teil und ermöglichten so einen umfassenden Überblick über Themen wie den Automatisierungsgrad, Datenqualität und laufende oder geplante GPO-Projekte bei deutschen Banken. Dabei sehen die Banken GPO als einen unternehmenskritischen Faktor, über den vor allem die Effizienz gesteigert, die Qualität der Prozesse über die Fachbereiche hinweg verbessert und Kosten reduziert werden können, jedoch kaum als wettbewerbsrelevanten Differenzierungsfaktor. Trotz der schlechten Lage bleiben die Budgets auf Vorjahresniveau oder wachsen sogar.

"Die Banken haben erkannt, dass es insbesondere im Vertrieb und im Kundenmanagement, im Kreditgeschäft und im Risikomanagement erheblichen Handlungsbedarf in der Prozessoptimierung gibt", erklärt Rüdiger Azone, Vorstand für den Bereich Banken bei Capgemini sd&m. Andere Bereiche, wie zum Beispiel der Zahlungsverkehr, sind hingegen schon weitgehend optimiert.

Die Hauptziele der GPO-Initiatoren liegen meist in der Kostenreduktion und Qualitätssteigerung. Sechs von zehn Banken streben mehr Effizienz und eine höhere Ergebnisqualität zwischen den Fach-bereichen an und die Hälfte aller Banken wollen durch GPO ihre Ausgaben senken.

Wettbewerbsvorteile werden übersehen

Nur jede fünfte Bank nutzt GPO, um sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. So kann eine Bank durch beschleunigte, entschlackte Prozesse nicht nur Ressourcen sparen, sondern sich auch durch bessere Servicequalität vom Wettbewerb abheben. Auch lassen sich durch optimierte Vertriebsprozesse Cross- und Up-Selling-Potenziale heben. "In einer Zeit, in der sich die Produkte der Banken kaum von denen der Konkurrenz unterscheiden, sollten die Banken gerade diesen Differenzierungs-faktor nicht unterschätzen und sich nicht mit dem Commodity-Charakter ihrer Dienstleistungen abfinden. Auch durch temporäre Geschäftsvorteile können Marktanteile gewonnen und Wettbewerber in wichtigen Geschäftsfeldern verdrängt werden. Spätestens dann hat sich eine Investition in Differenzierungsmaßnahmen gelohnt", erklärt Rüdiger Spies, Analyst beim Analystenhaus IDC.

Datenmanagement vernachlässigt

Jede vierte Bank kämpft der Studie zufolge mit schlecht gepflegten Daten, so dass bereits an dieser Stelle unnötige Aufwände entstehen und Geschäftspotenzial verloren geht. Ein weiteres, noch viel stärker ausgeprägtes Problem plagt sogar 65 Prozent der Banken. Hohe Arbeitsaufwände durch Prozessbrüche. "Viele Banken haben hier noch keinen ausreichenden Stand erreicht. Ein "Straight-Through-Processing" ist wegen Wechseln zwischen IT-Systemen, Problemen mit Schnittstellen und manuellen Eingriffen oft nicht möglich. Das kostet Zeit und birgt Potenzial für Fehler", erklärt Michael Endmann, Leiter des Center of Competence Banken bei Capgemini sd&m. Hier könnten optimierte Prozesse Personalressourcen freilegen, die für intensivere markt- und kundenorientierte Tätigkeiten nötig sind.

Die Zusammenarbeit von Fachbereich und IT ist oft eine Schwachstelle Einigkeit besteht darin, dass eine Optimierung der Prozesse nur in enger Zusammenarbeit zwischen Fachbereichen und IT erreicht werden kann. Aber gut ein Viertel der Banken führt intern noch eine Diskussion darüber, wie eine bessere Unterstützung der Geschäftsprozesse durch die IT aussehen könnte. "Ständige Änderungen durch neue fachliche Anforderungen, eine zunehmende unternehmensweite Vernetzung der Prozesse sowie zum Teil veraltete IT-Systeme haben dazu geführt, dass trotz erheblicher Anstrengungen in den letzten Jahren hier noch kein nachhaltiger Erfolg erzielt wurde", erläutert Rüdiger Azone.

Außerdem existieren kaum unternehmensweit vorhandene Dokumentationen der relevanten Geschäftsprozesse und wenn doch, dann sind diese für die IT-Systeme oft nicht nutzbar. In der Industrie ist es Standard, Fertigungsprozesse automatisch zu überwachen und daraus Steuerungsmaßnahmen für die Produktion abzuleiten. Hiervon ist die Kreditwirtschaft noch meilenweit entfernt. In der Regel wird nur händisch, bzw. qualitativ überwacht (mehr als 60 Prozent). Einige beschäftigen sich immerhin mit der Messung der Effizienz (19 Prozent), oder leiten davon sogar Optimierungspotential ab (13 Prozent). Nur wenige gehören zur "Königsklasse", die Engpässe vorhersagen und dann entsprechend agieren können.

Der Ergebnisbericht der Studie ist ab sofort zum kostenlosen Download unter www.banken-it-studie.de abrufbar.

Capgemini sd&m

Capgemini sd&m ist die Technologie-Services-Einheit der Capgemini-Gruppe in Deutschland und der Schweiz und bietet ihren Kunden ganzheitliche Prozess- sowie Softwarelösungen, die maßgeblichen Einfluss auf deren Wettbewerbsfähigkeit haben. Die Leistungen reichen von der Prozess- und IT-Beratung über IT-Architekturen bis zur Implementierung und decken sowohl Individualsoftware-Lösungen als auch Standardapplikationen ab. Auf die Zusammenarbeit mit Capgemini sd&m vertrau-en Kunden aller Branchen, insbesondere aus den Bereichen Automotive und Finanzdienstleistungen. Hierzu zählen unter anderem BMW, Daimler, HypoVereinsbank, Münchener Rück, AOK, Bundesverwaltungsamt, Deutsche Post, Deutsche Telekom und E.ON. Capgemini sd&m ist an den Standorten München, Stuttgart, Walldorf, Frankfurt, Köln/Bonn, Düsseldorf, Berlin, Hannover, Hamburg und Zürich vertreten. Mehr Informationen finden Sie unter www.de.capgemini-sdm.com.

Capgemini ist einer der weltweit führenden Dienstleister für Management-Beratung, Technologie-Services sowie Outsourcing und ermöglicht seinen Kunden den unternehmerischen Wandel durch den Einsatz von Technologien. Capgemini beschäftigt weltweit in mehr als 30 Ländern über 92.000 Mit-arbeiter und erzielte 2008 einen Umsatz von 8,7 Milliarden Euro.

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