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Rapsblüte 2014

Rapsblüte 2014
Auch wenn es so aussieht, als würde immer mehr Raps angebaut, so trügt dieser Eindruck doch. Die Fläche der leuchtend gelben Felder bewegt sich bereits seit Jahren auf nahezu gleichem Niveau. In diesem Jahr sind es wie im vergangenen Jahr 1,4 Mio. Hektar, die bundesweit mit Brassica Napus, so der botanische Name, angebaut werden. Interessant ...

Berlin (ots) - Deutlich früher als im vergangenen Jahr, aber beeindruckend wie immer, blühen in diesen Tagen bundesweit die Rapsfelder. Von den insgesamt rund 12 Millionen Hektar Ackerfläche wurden 1,4 Millionen Hektar und damit exakt so viel wie im vergangenen Jahr mit der bedeutendsten heimischen Öl- und Eiweißpflanze bestellt. Etwa drei Wochen dauert das Schauspiel der Rapsblüte, bevor die Blüten abfallen und die Schoten mit den kleinen schwarzen Rapskörnern ausreifen. Bei der Rapsernte, die dann im Juli stattfindet, werden die deutschen Landwirte etwa 5 Millionen Tonnen Rapssaat ernten. Mit der Ernte geht ein Anbauzyklus von insgesamt 11 Monaten zu Ende, der im letzten August mit der Aussaat begann und nun mit der Blüte im April und Mai seinen attraktiven Höhepunkt erlebt.

Mit etwa 245.000 Hektar blüht in diesem Jahr in Mecklenburg-Vorpommern die größte Rapsfläche. Platz zwei belegt Sachsen-Anhalt mit 175.000 Hektar. Bayern, Sachsen, Niedersachsen, Brandenburg und Thüringen folgen mit Anbauflächen von jeweils rund 130.000 Hektar. Schleswig-Holstein, traditionell eine der Hochburgen des Rapsanbaus, folgt mit 103.000 Hektar auf dem achten Platz der Länderstatistik.

Raps ist insbesondere für sein hochwertiges Öl bekannt. Rapsöl ist mit 39 Prozent Marktanteil vor Sonnenblumen- und Olivenöl das beliebteste Speiseöl in deutschen Haushalten. Die Saatkörner bestehen zu 42 Prozent aus Öl. Beim Pressen, bei dem der größte Teil dieses Öls gewonnen wird, entsteht gleichzeitig aber auch hochwertiges Eiweißfuttermittel, das je nach Pressverfahren als Rapsextraktionsschrot oder Rapskuchen seinen Weg in die Futtertröge von Rindern, Schweinen und Geflügel findet. In den deutschen Ölmühlen werden so aus der Ernte 2014 mehr als 2,1 Mio. Tonnen Rapsöl und 2,8 Millionen Tonnen Eiweißfuttermittel entstehen. Letzteres reduziert den Bedarf an importiertem und oftmals gentechnisch modifiziertem Sojaschrot ganz erheblich.

Auch wenn mittlerweile zusätzlich Soja- und Palmöl sowie gebrauchte Altspeiseöle als Rohstoff für die Herstellung von Biodiesel zum Einsatz kommen, stellt die Verwendung des Rapsöls in diesem Marktsegment seit mittlerweile über 20 Jahren einen bedeutenden Absatzmarkt dar. Dabei spielt reiner Biodiesel aufgrund der Besteuerung heutzutage praktisch keine Rolle mehr. Zum Einsatz kommt der Biodiesel dafür als 7-prozentige Beimischung zum Dieselkraftstoff. Das hört sich nach wenig an, entspricht aber umgerechnet annähernd 900.000 Pkw, die nicht mit Mineralöl betrieben werden. Zum Vergleich: Die Zahl der in Deutschland zugelassenen Elektrofahrzeuge bewegt sich aktuell bei ca. 15.000. Bei einem CO2-Einsparpotenzial von durchschnittlich 50 Prozent leistet Biodiesel aus Rapsöl mit eingesparten 3,1 Mio. Tonnen CO2 heute schon im Vergleich zur Elektromobilität einen deutlich größeren Beitrag zum Klimaschutz und zur Schonung der Erdölreserven.

Obwohl es so aussieht, als würde immer mehr Raps angebaut, trügt dieser Eindruck. Schon seit Jahren bewegt sich die Rapsanbaufläche in Deutschland zwischen 1,3 und 1,5 Millionen Hektar. Interessant und vielfach unbekannt ist die Tatsache, dass Raps auf einem Feld niemals zweimal hintereinander angebaut wird. Es ist nicht möglich, Raps in einer Monokultur zu kultivieren, da sein Anbau die strikte Einhaltung einer Fruchtfolge erfordert. Raps kann nur alle drei bis vier Jahre auf demselben Feld angebaut werden. Achten Sie mal darauf!

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