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Hewlett-Packard kritisiert Äußerungen von GEMA-Chef Kreile zu Urheberrechtsabgaben auf PCs und Drucker
Unverantwortliches Abkassieren der Verwertungsgesellschaften

    Böblingen (ots) - "Wirtschaftlich unverantwortlich", nennt
Hans-Jochen Lückefett, Geschäftsführer Hewlett-Packard Deutschland,
die Äußerungen des GEMA-Vorstandsvorsitzenden und Geschäftsführers
der Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) Reinhold
Kreile in der Presse (dpa, 8.11.2001). Kreile hatte eine rasche
Lösung der Verhandlungen gefordert, weil es ansonsten aufgrund der
Wirtschaftskrise manche der Unternehmen nicht mehr geben würde.
    
    Diese Aussage entlarve die Absichten der
Verwertungsgesellschaften, so Lückefett. "Es geht Herrn Kreile nicht
um den Schutz des Urheberrechts und der Urheber, sondern um ein
unverantwortliches Abkassieren."
    
    Zudem sei Kreiles Aussage falsch, dass die Industrie bereit sei,
weitere Abgaben auf IT-Geräte hinzunehmen. Seit mehr als einem Jahr
verhandeln IT-Industrie und Verwertungsgesellschaften über eine
gerechte Vergütung für Urheber. Die Verwertungsgesellschaften wollen
auch auf PCs und IT-Geräte wie Drucker und CD-Brenner eine pauschale
Abgabe erheben, wie sie schon bisher für analoge Geräte wie Kopierer
und Videorecorder, aber auch Telefaxgeräte und Scanner  gezahlt
werden muss.  Die Gesamtsumme hierfür belief sich im Jahr 2000 auf 56
Millionen DM. Die neuen Forderungen der Verwertungsgesellschaften
addieren sich auf weitere mehrere 100 Millionen DM pro Jahr.
    
    Die Industrie und auch HP dagegen plädieren für den Schutz der
Urheberrechte mittels Softwarelösungen zum Digital-Rights-Management.
Mit diesen können Inhalte individuell lizensiert und vergütet werden
und stellen damit eine sehr viel gerechtere Lösung für Urheber wie
Nutzer dar.  
      
    Den Verbrauchern und Unternehmen in Deutschland drohen stark
verteuerte PCs und Zusatzgeräte, wenn sich die
Verwertungsgesellschaften mit ihren Forderungen durchsetzten.
    
    Auf die besonderen Probleme einer Urheberrechtsabgabe auf Drucker
weist eine Allianz der führenden Hersteller von Druckern (darunter
Brother, Canon, Epson, Lexmark, Kyocera Mita, Xerox und
Hewlett-Packard) hin. Drucker würden mit mindestens 40 DM belastet,
was einer Preiserhöhung von nahezu 30 Prozent bei den besonders
preiswerten Produkten zur Folge hätte.
      
    
    HP ist ein weltweit führender Anbieter von Produkten, Lösungen und
Dienstleistungen rund um die Informations- und Bildbearbeitung.
    
    HP beschäftigt weltweit 86.000 Mitarbeiter und erzielte im
Geschäftsjahr 2000 einen Umsatz von 48,8 Mrd. Dollar. Informationen
zum Unternehmen, den Produkten und den Jobangeboten sind im Internet
unter http://www.hewlett-packard.de abrufbar.
    
    
ots Originaltext: Hewlett-Packard GmbH
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