Johanniter Unfall Hilfe e.V.

Die Johanniter werden 50
Heute eine der großen Hilfsorganisationen Deutschlands

Einen historischen Unfall, wie er sich vor 50 Jahren ereignet haben könnten, stellen die Johanniter anläßlich Ihrer Leistungsschau am Berliner Dom nach. In der Bildmitte JUH-Präsident, Hans-Peter von Kirchbach, wie er dem Unfallopfer den Kopf stützt. Umgeben von Helfern in Zeitgenössischer Kleidung und Uniform. Die Verwendung dieses ...

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        zusammen mit einer historischen Aufnahme abrufbar unter:      
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    Berlin (ots) -
    
    "Wirtschaftlichkeit ist die Grundlage, aber nicht das Ziel."
    
    3.000 Johanniter aus allen Bundesländern sowie Gäste aus dem In-
und Ausland feiern heute in Berlin das 50-jährige Bestehen der
evangelischen Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH).
    
    Der Präsident der JUH, der frühere Generalinspekteur der
Bundeswehr Hans-Peter von Kirchbach,  blickte in seiner Festrede in
der Deutschen Staatsoper nicht nur auf die vergangenen 50 Jahre
zurück, sondern zeichnete zugleich ein Bild der weiteren Entwicklung:
"Die Gegenwart ist geprägt von stetig wachsenden Qualitätsansprüchen,
finanziellen Engpässen, veränderten Arbeitsbedingungen  und der
Wandlung von der rein ehrenamtlich strukturierten Hilfsorganisation
zum marktfähigen sozialen Dienstleister. Wir müssen die Spannung
zwischen Wirtschaftlichkeit und Nächstenliebe aushalten und
bewältigen."
    
    Das hat Konsequenzen: Von Kirchbach: "Wir können unseren Auftrag
gegenüber Kranken und Schwachen nicht ausführen, wenn wir selbst
wirtschaftlich nicht gesund sind.  Das heißt, dass wir nach
eingehender Prüfung auch auf Leistungsangebote verzichten müssen,
wenn sie nicht kostendeckend geleistet werden können." Dennoch:
"Wirtschaftlichkeit ist die Grundlage unserer Arbeit, nicht das
Ziel."
    
    Gerade angesichts der schrecklichen Ereignisse von Erfurt warb von
Kirchbach für eine verstärkte Jugendarbeit in der JUH: "Wir sind mehr
denn je aufgefordert, der Jugend Angebote zu machen, damit sie Sinn,
Gemeinschaft und Freude findet. Sinn und Orientierung jenseits des
Verdienens von Geld, darum geht es." Die JUH, so von Kirchbach, bilde
z.B. Schüler an Realschulen und Gymnasien zu Schulsanitätern aus.
Studien belegten: "Hände, die helfen, schlagen nicht." Künftig solle
es keinen Orts- und Kreisverband der Johanniter ohne Jugendgruppe
geben. Bundesweit gehören bislang 4.500 junge Menschen zu den
JUH-Gruppen. Darüber hinaus gibt es 1.000 JUH-Schulsanitäter.
    
    Die JUH ist heute eine moderne, technisch gut ausgerüstete
Hilfsorganisation. Anfangs bildete sie nur in Erster Hilfe aus. Bald
kamen neue Aufgaben hinzu: Sanitätsdienst bei Veranstaltungen, in
Berlin inzwischen bei der Love  Parade, des weiteren Rettungsdienst
und Katastrophenschutz, Betreuung von Behinderten, stationäre und
ambulante Altenpflege, Hausnotruf, Hospizarbeit und
Mahlzeitendienste. Die Johanniter engagieren sich weltweit in der
internationalen humanitären Hilfe, z.B. im Kongo und im Kosovo und
demnächst in Afghanistan.
    
    Die JUH zählt heute 8.800 Arbeitnehmer und 18.000 ehrenamtlich
Aktive sowie 1,3 Millionen Fördermitglieder. Zum Vergleich: Anfang
der 80er Jahre waren es noch 23.000 Fördermitglieder. Der
Jahresumsatz der JUH beläuft sich auf zirka 400 Millionen Euro.
    
    
ots Originaltext: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
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Ansprechpartner:
Christoph Ernesti,
Pressesprecher
Tel: 030 / 26997-185,
Fax: 030 / 26997-109
Mobil: 0173 / 621 88 59
e-mail: christoph.ernesti@juh.de

Kontaktadresse:
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Lützowstr. 94,
10785 Berlin

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