Johanniter Unfall Hilfe e.V.

Johanniter wählen neuen Präsidenten
Nach 21 Amtsjahren übergibt Wilhelm Graf v. Schwerin an Hans Peter v. Kirchbach

Nach 21 Jahren ehrenamtlichen Engagements übergibt Wilhelm Graf v. Schwerin an seinen Nachfolger Hans-Peter v. Kirchbach (v.l.r.).

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    Berlin (ots) - Der Herrenmeister des Johanniterordens, Dr. Oskar
Prinz v. Preußen,  ernannte am Sonntagmorgen in Niederweisel bei
Butzbach,  Hans-Peter von Kirchbach,  zum neuen Präsidenten der
Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), nachdem die Delegierten der JUH ihn
einstimmig für das Amt nominiert hatten.  Der ehemalige
Generalinspekteur der Bundeswehr tritt die Nachfolge von Wilhelm Graf
v. Schwerin an, der nach 21 Jahren ehrenamtlichen Engagements nicht
wieder für das Präsidentenamt kandidierte.
    
    Wilhelm Graf v. Schwerin leitete seit 1980 ehrenamtlich die
Geschicke der evangelischen Hilfsorganisation, die 1952 als ein Werk
des Johanniterordens gegründet wurde. Graf Schwerin ist seit 1954
Ordensmitglied und trat bereits 1968 der noch jungen JUH bei. Zu
seinen besonderen Verdiensten zählt der konsequente Aufbau der
Johanniter-Unfall-Hilfe in den östlichen Bundesländern nach der
Wiedervereinigung. Von rund 550.000 Mitgliedern im Jahre 1989 wuchs
die Hilfsorganisation in nur sieben Jahren auf 1,2 Millionen
Mitglieder. Heute ist die JUH flächendeckend im gesamten Bundesgebiet
mit mehr als 200 Verbänden vertreten. Mehr als die Hälfte der 8.500
hauptamtlichen Mitarbeiter der Johanniter arbeiten in den östlichen
Bundesländern. Graf v. Schwerin, von Hause aus gelernter Landwirt,
war von 1961 bis 1994 in leitender Position für den amerikanischen
Land- und Baumaschinenhersteller John Deere in Mannheim tätig.
    
    Sein Nachfolger, Hans-Peter von Kirchbach, ehemaliger
Generalinspekteur der Bundeswehr, wurde in der deutschen
Öffentlichkeit besonders durch seinen beherzten Kampf gegen das
Oderhochwasser im Sommer 1997 bekannt. Er leitete den Einsatz von
30.000 Bundeswehrsoldaten, die in einem unermüdlichen Einsatz das
Brechen der Deiche im Oderbruch verhindern konnten. Mit einer
programmatischen Antrittsrede vor den Delegierten der JUH machte v.
Kirchbach deutlich, wie er die Rolle einer christlichen
Hilfsorganisation in der modernen Gesellschaft definiert.  "Die
Menschenwürde und ihr Erhalt vom Anfang des Lebens bis zu seinem Ende
ist wichtigster Bezugspunkt unserer Kultur des Helfens und
Mittelpunkt unserer Arbeit", so von Kirchbach.
    
    
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