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Hilfsorganisationen: "Nahost-Quartett fundamental gescheitert"
Internationaler Bericht fordert neue Lösungsansätze im Nahen Osten

Frankfurt/Main (ots) -

   Bitte Sperrfrist Donnerstag, 25. September 2008, 03:01 Uhr 
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   Gemeinsame Pressemitteilung von: CARE Deutschland-Luxemburg,
   medico international und anderen Hilfsorganisationen 
   Hilfsorganisationen: "Nahost-Quartett fundamental gescheitert" /
   Internationaler Bericht fordert neue Lösungsansätze im Nahen Osten 

"Das Nahost-Quartett ist gescheitert. Weder das Leben der Palästinenser wurde verbessert noch die Aussicht auf Frieden erhöht." Dies sind die Kernaussagen eines von CARE Deutschland-Luxemburg, medico international Deutschland und 16 weiteren internationalen Hilfsorganisationen veröffentlichten Berichtes zur Lage im Nahen Osten. Anlass ist das für morgen (Freitag, 26.9.) geplante Treffen des Nahost-Quartetts in New York.

"Der Report zeigt das fundamentale Scheitern des Quartetts bei der Aufgabe, die humanitäre Lage zu verbessern", erklärt der Hauptgeschäftsführer von CARE Deutschland-Luxemburg, Wolfgang Jamann. Solange den Empfehlungen des Quartetts nicht "nachhaltiger Druck und entscheidende Begleitmaßnahmen folgen, wird sich die Situation weiter verschlechtern". Die Zeit dränge. Das Quartett müsse seine Methode radikal ändern.

Die Organisationen warnen in dem "Fortschritts-Report" vor einer weiteren Verschlechterung der Lage. Als ein Beispiel wird im Report der Gaza-Streifen genannt. Trotz Einstellung der Gewalt im Gaza-Streifen habe das Nahost-Quartett weder die Blockade aufzuheben vermocht, noch eine erhebliche Verbesserung der humanitären Situation sicherstellen können. Derzeit seien 80 Prozent der Bevölkerung im Gaza-Streifen ganz oder teilweise abhängig von Hilfe.

Tsafrir Cohen, Repräsentant der deutschen Hilfsorganisation medico international in Jerusalem, sagt: "Ein Jahr nach dem Start des Quartetts sehen wir wachsende Siedlungsaktivitäten, zusätzliche Checkpoints und deshalb wirtschaftliche Stagnation." Und weiter: "Die Blockade des Gazastreifens muss ebenso beendet werden, wie der Gewaltverzicht zwischen Hamas und Israel erneuert werden muss."

Die ausführliche Presseerklärung und den Report (ab 25.09.08, 03.01 Uhr) finden Sie unter: www.medico.de/presse/ und www.care.de

Pressekontakt:

Gerne schicken wir Ihnen den Report auch per email zu. Wenden Sie
sich dafür, wie auch für Nachfragen und Interviewwünsche, bitte an:

Tsafrir Cohen, Repräsentant in Israel/Palästina von medico
international, Büro Jerusalem: Telefon 00972/25815576,
mobil: 00972/546539790 oder ho-jlem@medico.de

Thomas Schwarz, Pressesprecher CARE Deutschland-Luxemburg
Telefon 0228/9756346, mobil: 0160/7459361 oder schwarz@care.de

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