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EnBW Energie Baden-Württemberg AG

Von der Ticketaffäre zum Justizskandal

Karlsruhe/Stuttgart (ots)

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart
ermittelt wegen Einladungen zu Spielen des VfB Stuttgart gegen 
Umweltministerin Gönner und den Vorstandsvorsitzenden der EnBW, Prof.
Dr. Claassen. Diese neuerlichen Ermittlungen sind aus Sicht der EnBW 
an Absurdität kaum noch zu übertreffen:
  • Sie stehen in diametralem Widerspruch zur klar formulierten Rechtsauffassung des Justizministeriums. In einer Stellungnahme gegenüber dem baden-württembergischen Landtag vom 28. Juni 2006 schreibt das Justizministerium wörtlich: "Es gehört zu den dienstlichen Aufgaben der Mitglieder der Landesregierung, das Land in der Öffentlichkeit zu repräsentieren. Dazu gehört auch die Präsenz bei Sportveranstaltungen. Dies gilt für Fußballspiele der Bundesliga wie der Weltmeisterschaft... Die Annahme einer Freikarte . . . stellt grundsätzlich keinen strafrechtlich relevanten Vorteil dar."
  • Die Ermittlungen stehen darüber hinaus auch in eklatantem Widerspruch zu den öffentlichen Erklärungen des Justizministers Goll vom Sommer diesen Jahres: "Es wird erwartet, dass Regierungsmitglieder bei Sportveranstaltungen Präsenz zeigen" (Stuttgarter Nachrichten vom 10.06.2006).
  • Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart stehen schließlich sogar in diametralem Widerspruch zu ihren eigenen Aussagen vom Sommer diesen Jahres und der dabei unmissverständlich zum Ausdruck gebrachten Rechtsauffassung: "Der Besuch von Fußballspielen gehört zu den repräsentativen Aufgaben von Mitgliedern der Landesregierung." (Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft in der Bildzeitung vom 21.07.2006)
In der Bundesliga sind seit Jahrzehnten hundert- oder gar 
tausendfach Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und Kultur als 
Gäste von Sponsoren in den Stadien. Es ist  mehr als merkwürdig, wenn
von der Staatsanwaltschaft Stuttgart, trotz der klaren Aussagen ihres
ihr weisungsbefugten Dienstherrn sowie auch trotz ihrer eigenen 
früheren Aussage zur offensichtlichen Legalität dieser Praxis, nun 
für neue Ermittlungen als Eingeladene Frau Gönner und als Einladender
wieder einmal Prof. Claassen "herausgepickt" werden. Haben wir es 
hier mit einer Zweiklassengesellschaft in der rechtlichen Behandlung 
zu tun? Wegen identischer Sachverhalte wird gegen einzelne Personen -
zu Unrecht - ermittelt, gegen andere Einladende und Eingeladene wird 
- zu Recht - nicht ermittelt, und gegen den häufigen Gast bei 
VfB-Spielen, Herrn Justizminister Goll, der wie Frau Gönner am 
03.12.2005 beim Spiel gegen Bayern München war, wird eine Ermittlung 
von vornherein kategorisch ausgeschlossen.
EnBW Rechtsvorstand Dr. Bernhard Beck: "Das unverhältnismäßige 
Vorgehen einzelner Staatsanwaltschaften in Baden-Württemberg ist in 
der Sache nicht nachvollziehbar und stellt erneut eine sinnlose 
Vergeudung von Steuergeldern dar. Es ist nun höchste Zeit, dass 
Justizminister Goll eine einheitliche Rechtsanwendung im Land 
sicherstellt, ansonsten droht aus der vermeintlichen Ticketaffäre ein
wahrer Justizskandal zu werden."

Pressekontakt:

EnBW Energie Baden-Württemberg AG
Unternehmenskommunikation
Durlacher Allee 93

76131 Karlsruhe
Tel: + 49 7 21/63-1 43 20
Fax: + 49 7 21/63-1 26 72
unternehmenskommunikation@enbw.com
www.enbw.com

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