EnBW Energie Baden Württemberg AG

EnBW gründet mit der NWS eine Betreibergesellschaft
EnBW nutzt künftig die Kapazitäten der Müllverbrennungsanlage Stuttgart-Münster
EnBW Kraftwerke AG baut keine Verwertungsanlage in Heilbronn

    Karlsruhe (ots) - Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG wird nach
Verhandlungen mit der Stadt Stuttgart die freien Kapazitäten der
Müllverbrennungsanlage in Stuttgart-Münster nutzen. EnBW und
Neckarwerke Stuttgart AG gründen dafür eine gemeinsame
Betreibergesellschaft. Die EnBW verzichtet deshalb auch auf den Bau
einer Anlage zur thermischen Abfallverwertung am Kraftwerksstandort
Heilbronn. Dies berichtete die EnBW in einer am Dienstag in Karlsruhe
veröffentlichten Mitteilung.
    
    Die Müllverbrennungsanlage in Stuttgart-Münster, in der die
Neckarwerke Stuttgart AG (NWS) den Restmüll der Stadt Stuttgart
entsorgen, ist für die Verarbeitung von 420.000 Tonnen Restmüll pro
Jahr genehmigt und ausgelegt. Derzeit können aber nur rund 240.000
Tonnen jährlich verarbeitet werden. Die Anlage verfügt zwar über eine
sehr moderne Rauchgasreinigungsanlage und einen neuen Müllbunker.
Zwei der drei Kessel sind jedoch bereits 29, beziehungsweise 35 Jahre
alt und laufen nur mit eingeschränkter Verfügbarkeit. Die T-plus GmbH
- ein Unternehmen der EnBW Entsorgungstochter U-plus Umweltservice AG
- hat ihrerseits mit mehreren kommunalen Gebietskörperschaften
Verträge für die Entsorgung von Restmüll ab dem Jahr 2005
abgeschlossen. Um diese Verträge zu erfüllen, sollte ursprünglich am
Standort Heilbronn eine eigene thermische Behandlungsanlage errichtet
werden.
    
    Durch den Abschluss einer Kooperationsvereinbarung zwischen der
Stadt Stuttgart, der NWS und der EnBW wurde jetzt eine für alle
Beteiligten optimale Lösung gefunden. Kern der Vereinbarung ist, in
Münster insgesamt rund 200 Millionen Mark zu investieren und so die
Gesamtkapazität der Anlage bis zum Jahr 2005 auf die genehmigten
420.000 Tonnen pro Jahr zu ertüchtigen. Davon benötigt die Stadt
Stuttgart 235.000 Tonnen, 185.000 Tonnen stehen der T-plus zur
Verfügung. Die gemeinsame Betreibergesellschaft von EnBW und NWS
übernimmt die Finanzierung der Ersatzinvestition und auch den Betrieb
der Anlage.
    
    Die EnBW Kraftwerke AG hat unmittelbar nach dieser Entscheidung,
die auch zur Folge hat, dass die EnBW keine Müllverwertungsanlage in
Heilbronn baut, Gespräche mit der Stadt Heilbronn über die
Weiterentwicklung des dortigen Kraftwerk-Standortes aufgenommen.
Gemeinsames Ziel dieser Gepräche ist, die hier vorhandenen
Freiflächen für langfristig anstehende Ersatzinvestitionen im
Kraftwerksbereich zu sichern und gegebenenfalls die Nutzung weiterer
Flächen und Gebäude für andere Industrieunternehmen zu ermöglichen.
    
    
ots Originaltext: EnBW Energie Baden-Württemberg AG
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