Deutscher BundeswehrVerband (DBwV)

Schmelzer: Wir sind tief bestürzt - jetzt müssen Ministerentscheidungen sofort umgesetzt werden
BundeswehrVerband trauert um Gefallene

Bonn/Berlin (ots) - Der Deutsche BundeswehrVerband ist tief betroffen von den neuerlichen Ereignissen in der Region Kundus, die vier deutsche Soldaten das Leben kosteten. "Wir sind bestürzt und wütend. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und Freunden der Gefallenen. Zugleich wünschen wir den Verwundeten baldige Genesung", sagte der Erste Stellvertreter des Bundesvorsitzenden des Deutschen BundeswehrVerbandes, Oberstabsbootsmann Wolfgang Schmelzer. Zuvor hatte er die Entscheidung des Bundesministers der Verteidigung, Karl-Theodor zu Guttenberg, begrüßt, das deutsche ISAF-Kontingent in Afghanistan mit Panzerhaubitzen und weiteren schweren Waffen zu verstärken. "Damit ist endlich die Forderung des BundeswehrVerbandes erfüllt worden, unsere Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan mit den Waffen auszurüsten, die sie brauchen, um ihren Auftrag zu erfüllen".

"Es macht uns alle sehr betroffen, dass es erst des Todes und schwerer Verwundungen weiterer Kameraden bedurfte, um diesen überfälligen Schritt zu gehen", so Schmelzer weiter. Spätestens jedoch nach dem heutigen Gefecht mit vier Gefallenen dürften Politik und Öffentlichkeit nicht mehr die Augen davor verschließen, in welch kriegsähnlicher Situation sich die Bundeswehr vor allem im Raum Kundus seit langem befindet.

Bereits im Juni 2009 hatte der BundeswehrVerband die Politik nach dem Tod dreier deutscher Soldaten im Gefecht mit Talibankämpfern aufgefordert, endlich den Einsatz von schweren Gefechtsfahrzeugen und Artillerie nicht mehr auszuschließen. Die damalige Bundesregierung hatte diese Forderung scharf kritisiert und unter anderem mit der Begründung zurückgewiesen, dass damit der Zivilbevölkerung in Afghanistan ein falsches Signal gesendet werden würde.

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