Deutscher BundeswehrVerband (DBwV)

BundeswehrVerband sieht sich durch Jahresbericht bestätigt
Gertz: Soldaten wollen eine zukunftssichere Bundeswehr

    Berlin (ots) - "Der Jahresbericht 1999 der Wehrbeauftragten macht
deutlich: Die Soldaten wollen eine zukunftssichere Bundeswehr mit
klaren Laufbahnperspektiven, einer verlässlichen Struktur und
ausreichender Finanzierung", betonte der Vorsitzende des
BundeswehrVerbandes, Oberst Bernhard Gertz, heute in Berlin. Die
Einschätzung von Frau Marienfeld, in der Truppe herrsche eine
Stimmung zwischen "Resignation und Zynismus", halte er jedoch für
überzogen. Es dürfe bei aller Kritik an den Rahmenbedingungen und der
schlechten Finanzlage nicht übersehen werden, dass sich ein Großteil
der Soldaten - gerade im fordernden Auslandseinsatz auf dem Balkan -
durch hohe Motivation und Leistungsbereitschaft auszeichneten, sagte
Gertz.
    
    Marienfeld weise allerdings zu Recht darauf hin, dass die
Verlängerung der Einsatzdauer von vier auf sechs Monate auf Ablehnung
stoße. Die lange Trennung von der Familie mache den Soldaten und
ihren Angehörigen zu schaffen. "Hier muss noch viel mehr in die
Fürsorge, in die Durchhaltefähigkeit der Familien, investiert
werden", so Gertz. Die Bundeswehr habe ein Strukturproblem, sie müsse
sich auf ihre künftigen Aufgaben besser einstellen als bisher, sagte
der Verbandschef. Die Wehrbeauftragte bestätigt die Auffassung des
DBwV, dass Maßnahmen zur Verbesserung der Attraktivität unabdingbar
seien. So sei das Bewerberaufkommen deutlich zurückgegangen. Bei
Unteroffizieren und Offizieren müssten die Wartezeiten für die
nächste Beförderung, die zurzeit stetig ansteigen, deutlich
verringert werden.
    
    Der DBwV-Bundesvorsitzende unterstrich die Forderung Marienfelds
nach einer schnellen Verbesserung der "katastrophalen Materiallage
und Ersatzteilversorgung. Die Klarstandsmeldungen bei Luftfahrzeugen,
wie dem Transportflugzeug "Transall", dem Hubschrauber "Bell-UH-1D"
oder dem Abfangjäger vom Typ "Phantom", die allesamt technologisch
aus der Zeit des Korea-Krieges stammten, seien mehr als
besorgniserregend, so Gertz. "Wie sollen junge Soldaten einem System
Bundeswehr trauen, das nicht einmal ausreichend Radiergummis und
Handwaschpaste zur Verfügung stellen kann", kritisierte Gertz die
Engpässe in der Versorgung.
    
ots Originaltext: DBwV
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