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EU-Richtlinie zur sauberen Mobilität tritt in Kraft: Alle Mitgliedsstaaten müssen Infrastruktur für Erdgas als Kraftstoff aufbauen

Berlin (ots) - Der Weg ist frei für eine saubere Mobilität mit Erdgas in Europa. Am vergangenen Dienstag trat die neue EU-Richtlinie in Kraft, welche den Ausbau eines alternativen Tankstellennetzes in Europa fordert. Nun sind die Mitgliedsstaaten gefordert, bis 2016 nationale Ziele zu definieren und verbindlich festzuhalten. Dabei geht es unter anderem um den Bau von Erdgas- und LNG-Zapfsäulen sowie um eine transparente Preisauszeichnung an den Tankstellen. "Wir begrüßen die Richtlinie außerordentlich und erwarten eine schnelle Umsetzung auf nationaler Ebene", sagt Dr. Timm Kehler, Geschäftsführer der erdgas mobil GmbH. "Vor allem bei der Preistransparenz besteht Handlungsbedarf, damit Autofahrer die verschiedenen Kraftstoffpreise auf einen Blick vergleichen können und den Preisvorteil von Erdgas sofort erkennen."

Mit der "Richtlinie über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe" [COM (2013) 17] will die EU die Abhängigkeit des Verkehrssektors von Erdöl reduzieren und den Schadstoffausstoß drosseln. Daher konzentriert sie sich auf besonders schadstoffarme Kraftstoffe und teilt neben Strom auch komprimiertem Erdgas (CNG) und verflüssigtem Erdgas (LNG) eine Schlüsselrolle zu. Die EU-Mitgliedsstaaten sind nun verpflichtet, eine Mindestinfrastruktur aufzubauen sowie eine allgemeine Strategie zur besseren Unterstützung sowie Vermarktung alternativer Kraftstoffe im Transportsektor zu entwickeln, die bis 2016 konkret definiert und präsentiert werden müssen. Zudem müssen gemeinsame Standards festgelegt und für die Verbraucher klare Preis- und Kraftstoffinformationen verfügbar sein.

Insbesondere im Schwerlastverkehr bietet sich ein Umstieg von Diesel auf LNG an, da es sich um eine ausgereifte Technik handelt, die dem etablierten Dieselantrieb in Nichts nachsteht. Laut EU-Richtlinie soll bis 2025 entlang wichtiger europäischer Verkehrsrouten ein LNG-Tankstellennetz entstehen, welches einen Güterverkehr auf LNG-Basis möglich macht. Dazu wird ein Abstand von 400 Kilometern zwischen zwei LNG-Zapfsäulen empfohlen. Die Infrastruktur für CNG soll ebenfalls bis 2025 ausgebaut werden. Hier wird ein Abstand von 150 Kilometern empfohlen, um die Kraftstoffversorgung mit Erdgas und Bio-Erdgas europaweit flächendeckend zu gewährleisten.

"Durch die EU-Richtlinie muss sich die Bundesregierung nun noch stärker mit dem kompletten Spektrum alternativer Kraftstoffe auseinandersetzen", ist Kehler überzeugt. Damit sei auch der Zeitpunkt gekommen, das Versprechen aus dem Koalitionsvertrag, die Steuerermäßigung nach 2018 zu verlängern, einzulösen. "Die Verabschiedung der Richtlinie in Brüssel ist ein klares Signal für Berlin, jetzt die Steuerermäßigung für Erdgas und Bio-Erdgas als Kraftstoff über 2018 hinaus fortzuführen. Deutschland läuft sonst Gefahr, sich gegen den europäischen Trend hin zu mehr Erdgasmobilität zu stellen. Es gibt keinen Grund mehr, die Umsetzung des Koalitionsvertrags hinauszuschieben", so Kehler abschließend. Dies ist wichtig, damit umweltschonende Mobilität weiterhin wirtschaftlich attraktiv bleibt und die Investitionssicherheit für alle Marktpartner gesichert ist.

Über erdgas mobil:

erdgas mobil ist eine Initiative führender Unternehmen der deutschen Gaswirtschaft, um Erdgas und Bio-Erdgas als Kraftstoff stärker auf dem Markt zu etablieren. Der an mittlerweile rund 900 Tankstellen in Deutschland erhältliche alternative Kraftstoff hat vor allem durch die Beimischung von Bio-Erdgas das Potenzial, langfristig einen bedeutenden Beitrag zur Verringerung von Emissionen im Straßenverkehr - insbesondere von CO2, Lärm, Stickoxiden und Feinstaub - zu leisten. So werden beispielsweise bei einer 20-prozentigen Bio-Erdgas-Beimischung gegenüber einem Benziner rund 39 Prozent CO2 eingespart. Der Preis für den alternativen Kraftstoff liegt durchschnittlich rund 50 Prozent unter dem für Benzin, gegenüber Diesel können 30 Prozent gespart werden.

Druckfähiges Bildmaterial und weitere Informationen unter www.erdgas-mobil.de.

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Katja Waldor, Projektleitung PR/Online
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