SOKO Tierschutz e.V

SOKO Tierschutz fordert Haftstrafe für Merklinger Schweinequäler
Tierschutzskandal im Gütesiegelstall

Augsburg (ots) - SOKO Tierschutz dokumentierte katastrophale Zustände in einem Merklinger Schweinemastbetrieb, der pikanterweise so ziemlich jedes verfügbare Gütesiegel trägt und noch dazu einem Mitarbeiter der zuständigen Überwachungsbehörde, des verantwortlichen Landratsamts gehört.

15% der Tiere waren teils schwerstverletzt, die Aktivisten dokumentierten ein regelrechtes Massaker in dem Stall. Die Verletzungen an den Schwänzen der Tiere waren so groß wie Essteller und die Gänge mit verwesenden Schweinen blockiert. Das Aufdeckungsvideo zeigt überfüllte Buchten, kiloweise Antibiotika, Schweine im Fäkalienschlamm und illegale Nottötungen.

Vor dem Stall lagerten haufenweise verendete Schweine mit schrecklichen Verletzungen. Gleich dahinter prangten an der Wand die angeblichen Qualitätssiegel der Firma QS und das Qualitätssiegel des Landes Baden Württemberg. Im Stall, der noch dazu an der Initiative Tierwohl teilnahm, herrschte Chaos.

Aufnahmen aus versteckten Kameras zeigen, wie sterbende Tiere stundenlang in ihrem Urin lagen, ohne eine Chance auf Futter und zu Wasser haben. Ein krankes Tiere wurden schreiend vom Bauer über den Boden gezerrt und illegal mit einem Hammer erschlagen. SOKO Tierschutz informierte die Behörden und erstattete Strafanzeige. Der Hauptkunde, die Wurstfirma Dietz (Feneberg Gruppe) brüstete sich in ihrer Werbung mit dem Musterbetrieb aus Merklingen, der laut Mäster über besonders gute Tierhaltung verfügt. Dietz Produkte werden bei Edeka, Rewe und Metzgereien vermarktet. Ein anderer Abnehmer der Schweine ist die Viehzentrale Südwest.

SOKO Tierschutz fordert ein strenges Tierhalteverbot sowie eine Haftstrafe für die Verantwortlichen. "Es ist leider eine Taktik der Behörden, erst auf Aktionismus setzen und dann alles einschlafen zu lassen. Bisher wurden ähnliche Fälle immer eingestellt, vor einen Richter müssen Tierhalter in Deutschland so gut wie nie", betont Mülln. Nur ein hartes Durchgreifen gegen die Täter, ein Umdenken der Verbraucher im Sinne rein pflanzlicher Ernährung und eine Entflechtung des Filzes auf Behördenseite können diesen Irrsinn stoppen.

Pressekontakt:

Friedrich Mülln 01714493215

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