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Bitte keine Fotos!
Aktuelle Bookatable-Umfrage: Die meisten Gäste finden das Fotografieren bei Tisch lästig; ein Gesetz dagegen jedoch übertrieben

Food Porn im Restaurant. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/105547 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Bookatable GmbH & Co.KG"

Hamburg (ots) - "Bitte hier im Restaurant das Essen nicht instagrammen!". Das schrieb ein Berliner Wirt auf ein Schild in seinem Lokal. Bookatable.de, das Online-Reservierungsportal, fragte nun bei über 400 Gästen nach, was sie von einer regen Smartphone-Nutzung bei Tisch halten. Das Ergebnis zeigt, dass mehr als die Hälfte das Fotografieren der Speisen im Restaurant und das damit verbundene Posten in sozialen Netzwerken als störend empfinden. Per Gesetz verbieten lassen, wollen es sich die Gäste allerdings auch nicht.

Die meisten Gäste finden das Urheberrecht bei Food-Fotos albern

Vermutlich unwissentlich, löste der Berliner Wirt mit seinem Verbotsschild eine Debatte über das Urheberrecht von Speisen aus. Sollte es verboten sein, Gerichte in einem Restaurant zu fotografieren und diese dann beispielsweise bei Facebook oder Instagram zu teilen? Die Gesetzeslage ist hierzu derzeit noch recht schwammig. Fakt ist: Besonders kreativ angerichtete Speisen machen aus dem Koch eine Art Künstler, der dadurch ebenfalls den Schutz des Urheberrechts genießt. Fotos seiner Speisen dürften dann nur mit seinem Einverständnis verbreitet werden. Die durch Bookatable.de befragten Gäste haben hierfür teils wenig Verständnis. 45 Prozent sind der Meinung, dass sie ihr Essen schließlich bezahlen und daher fotografieren und posten können, wie es ihnen beliebt. Knapp 40 Prozent akzeptieren hingegen den künstlerischen Wert hinter den Speisen und finden die Regelung gerechtfertigt.

Freiwilliger Verzicht auf Food-Sharing: Ja. Per Gesetz verbieten: Nein.

Interessanterweise scheint ein umfassendes Verbot jedoch gar nicht unbedingt notwendig zu sein. Fragt man die Gäste nach ihrer generellen Einstellung zum Fotografieren bei Tisch, lehnen es die meisten ohnehin ab. Knapp 54 Prozent halten das inflationäre Posten und Teilen von Food-Fotos für unsinnig. Sie sind der Meinung, dass sie bei Freunden nicht exakt nachvollziehen müssen, was diese den Tag über alles so essen. Außerdem sind viele Gäste der Ansicht, dass die Konzentration auf das Smartphone den eigentlichen Genuss des Essens ruiniert. 28 Prozent der Befragten sind da schon etwas toleranter: Bei wirklich interessanten und besonderen Speisen freuen sie sich über die Bilder - die alltägliche Spaghetti Bolognese müsse es dann aber dennoch nicht sein. Dies ist natürlich insofern problematisch, als das gerade die besonderen Speisen potentiell unter das Urheberrecht fallen. Lediglich sieben Prozent finden alle diese Aufnahmen in sozialen Netzwerken toll und sind auch selbst sehr aktiv am fotografieren und posten.

Gastronomen sehen Food-Fotos als kostenlose Werbung

Bookatable.de ließ es sich nicht nehmen, auch einige Wirte zu ihrer Meinung zu befragen. 25 Gastronomen stellten sich den Fragen und siehe da: Ganze 84 Prozent schätzen fotografierende Gäste. Dies sei schließlich eine gute Werbung für ihre Speisen - und das auch noch gratis! Die restlichen 16 Prozent würden die Smartphone-Junkies zwar nicht verbieten, finden das zu exzessive Fotografieren allerdings oftmals störend für andere Gäste. "Heutzutage wissen viele Wirte, dass die Digitalisierung immer weiter fortschreitet und Verbote oftmals nur den Unmut der Gäste heraufbeschwören", sagt Thomas Bergmann, Sales Director bei Bookatable. "Damit die Mahlzeit in einem Restaurant weiterhin ein schönes und genussvolles Erlebnis bleibt, ist sowohl von den Gästen als auch den Gastronomen Feingefühl gefragt. Verbote provozieren eher, allerdings müssen die digitalaffinen Gäste von sich aus Rücksicht nehmen auf diejenigen, die durch ein Blitzlichtgewitter bei Tisch gestört werden."

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