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Frankfurter Rundschau: Kommentar zu Erdogan

Frankfurt (ots) - Große Politiker zeichnet es aus, dass sie in schwierigen Zeiten die Ruhe behalten und besonnen reagieren. Das ist vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nicht zu erwarten. Statt den Massen, die bei seinen Kundgebungen jetzt die Wiedereinführung der Todesstrafe fordern, Einhalt zu gebieten, ihnen klarzumachen, dass das ein Rückschritt sei und einen EU-Beitritt ausschließen würde, erklärte er, dass er ein entsprechendes Gesetz unterzeichnen würde. Schließlich sei der Wille des Volkes ein Befehl für die Parlamentarier. Ein Hohn in den Ohren derjenigen, die immer wieder für mehr Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit und Menschenrechte in der Türkei auf die Straße gehen und auf Geheiß der Regierung von der Polizei niedergeknüppelt werden.

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