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Frankfurter Rundschau: Eine Partei für Antisemiten

Frankfurt (ots) - Ist einer ein Antisemit, nur weil er den Holocaust als "Zivilreligion des Westens" verhöhnt und das Holocaustmahnmal in Berlin zu einer Erinnerungsstätte für "gewisse Schandtaten" umlügt? Das sind offenbar nur in langer Forschungsarbeit zu beantwortende Fragen, weshalb sich die baden-württembergische AfD-Landtagsfraktion dafür bis September Zeit genommen hat. Bis dahin wird ihr Mitglied Wolfgang Gedeon das Mandat ruhen lassen. Der Machtkampf zwischen Meuthen - ihm zur Seite stehen der Edelrassist Alexander Gauland und der Vulgärrassist Björn Höcke - und Petry darf aber im Fall Gedeon keine Rolle spielen. Wenn eine Partei Monate braucht, um sich von einem antisemitischen Parteifreund zu trennen, sagt das mehr über diese Partei, als es der Ausgang eines Machtkampfs je könnte. Die AfD behauptet, sie habe im Fall Gedeon einen Kompromiss gefunden. Sie lügt. Mit dem Antisemitismus kann es keine Kompromisse geben.

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