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Frankfurter Rundschau: Wahl des Ressentiments

Frankfurt (ots) - Erinnern Sie sich noch an die Schill-Partei? Oder an den Höhenflug der "Republikaner" unter Franz Schönhuber? Diese rechten Parteien haben etwas gemeinsam: Erst haben sie Ressentiments geschürt, dann wurden sie in Parlamente gewählt, obwohl sie keinerlei Lösungen vorzuweisen hatten, und nach wenigen Jahren war der Spuk wieder vorbei. Es ist sinnvoll, daran zu erinnern, wenn das Abschneiden der selbst ernannten Alternative für Deutschland bei den hessischen Kommunalwahlen das Land schockiert. Und zwar nicht, um Entwarnung zu geben nach dem Motto: Die zerlegen sich sowieso bald selbst. Der Erfolg der Rechten macht vielmehr deutlich, dass Demokraten täglich für Menschlichkeit, Gleichberechtigung und Demokratie kämpfen müssen. Mit den Wahlen in Hessen ist nur wieder an die Oberfläche gekommen, was unterschwellig ständig brodelt. Auch wenn die AfD wieder verschwinden sollte, werden diese Ressentiments nicht weg sein. Damit muss sich Deutschland auseinandersetzen.

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