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Frankfurter Rundschau: Von wegen Hilfe

Frankfurt (ots) - Die Staats- und Regierungschefs der Eurozone haben am Montagmorgen die Fortsetzung der gescheiterten "Rettungspolitik" beschlossen. Einer Politik, die auf zwei Säulen ruht: erstens der Ideologie vom Sanieren durch plumpes Sparen an der falschen Stelle. Und zweitens dem Vorrang nationaler Interessen vor dem Aufbau einer echten Europäischen Union. Eine gängige Klage lautet, "wir" pumpten Milliarden und Abermilliarden in einen kaum funktionierenden Staat. Das tut allerdings in Wahrheit niemand. Stattdessen werden unter dem zynischen Titel "Hilfe" mit immer neuen Milliardenkrediten die alten Milliardenkredite abgelöst. Das hilft dem Durchschnitts-Griechen so wenig wie den Deutschen oder irgendwem sonst, außer denen, die an diesen Krediten verdienen. Und warum soll die oft widerlegte Hoffnung diesmal nicht trügen, dass durch immer brutalere Sparprogramme, die der Wirtschaft auch die letzte Massenkaufkraft entziehen, das Land irgendwann wieder auf die Beine kommt?

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