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Frankfurter Rundschau: Kommentar zu Bouffier und NSU

Frankfurt (ots) - Hessens Ministerpräsident Bouffier bemüht sich beim Thema NSU-Mordserie um einen Befreiungsschlag. Ob er ihm gelingt, ist bei aller Wucht seiner Worte weiter offen. Wenn der Verfassungsschutz, für den Bouffier als Innenminister zuständig war, tatsächlich mehr über den Mord an Halit Yozgat wusste, als er in all diesen Jahren verraten hat, wäre das ein politischer Skandal erster Güte. Der Regierungschef weiß das - und er weiß, dass es Folgen für ihn hätte. Aus jeder Antwort des Politikers ergeben sich neue Fragen an ihn. Am Dienstag etwa hat er bestätigt, dass er sich in das Disziplinarverfahren gegen den Verfassungsschützer eingemischt hat, der beim Mord am Tatort war. Warum er das getan hat bei einem kleinen Beamten, sagte Bouffier nicht. Seine Auffassung, er habe zur Aufklärung nichts Weiteres beizutragen, kann vor diesem Hintergrund nur erstaunen.

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