Aktionsbündnis "Tiere gehören zum Circus"

Das Aktionsbündnis "Tiere gehören zum Circus" appelliert an den Leipziger Stadtrat, sich von dem Gedanken eines Wildtierverbotes zu distanzieren

Das Aktionsbündnis "Tiere gehören zum Circus" appelliert an den Leipziger Stadtrat, sich von dem Gedanken eines Wildtierverbotes zu distanzieren
Freigehege mit Wasserbecken für die Raubkatzen des Circus Krone. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/103332 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Aktionsbündnis "Tiere gehören zum Circus"/Marco Göth"

Kirchheimbolanden (ots) - Der Leipziger Stadtrat wird am 24. Februar über ein städtisches Wildtierverbot beraten. Das Aktionsbündnis "Tiere gehören zum Circus" möchte darum in dieser Sache seinen Standpunkt darlegen.

Es ist zunächst festzuhalten, dass sowohl das Tierschutzgesetz als auch die Leitlinien zur Tierhaltung im Zirkus sowie die Berufsfreiheit auf der Bundesebene kein solches Verbot vorsehen. Die geltende Rechtslage kann unseres Erachtens nicht einfach z. B. auf kommunaler Ebene übergangen werden.

Nun sind solche Gesetze oder Leitlinien nur so lange legitim, wie sie mit dem Gedanken der Menschlichkeit und des Tierwohls in Deckung zu bringen sind. Weder die zoologische noch die kulturhistorische Forschung legen jedoch ein derartiges Verbot nahe.

Im Gegenteil: Die Begründung der Tiergartenbiologie durch den Schweizer Zoologen Heini Hediger hat vorweggenommen, was spätere Arbeiten, z. B. von dem Tierarzt Klaus Zeeb oder die Untersuchungen des Zoologen Immanuel Birmelin, haben untermauern sollen: Eine tiergerechte Haltung von Wildtieren im Zirkus ist möglich. Gute Dressur fördert die psychische und physische Fitness der Tiere. Und die Cortisol-Tests von Birmelin haben gezeigt, dass die Löwen von Martin Lacey jr. selbst bei ausnahmsweise längeren Transporten keinerlei Anzeichen von Stress zeigen. Es ist also insgesamt danach zu fragen, inwieweit hier die Frage nach dem Wohl des Tieres eher für eine bedenkliche Ideologie missbraucht wird. So zeigen auch die kulturhistorischen Studien von Annelore Rieke-Müller, dass der vermeintliche Fortschritt derartiger Ressentiments eigentlich ein alter Hut ist. Immer wieder haben Tierlehrer mit dem sozialen Ausschluss ihrer Kultur zu kämpfen gehabt.

Führt man sich zudem die von Tierrechtlern manipulierten Videos von Zirkushaltungen im Internet ebenso vor Augen wie die heute üblichen großzügigen Außengehege, fällt es uns schwer einzusehen, warum z. B. die gut besuchten Weihnachtszirkusse in Zukunft ohne Wildtiere auskommen sollen. Wir meinen, dies ist ein fataler Irrweg in Richtung totalitärer Verhältnisse.

Der Text wurde von Dennis Wilhelm geschrieben.

Pressekontakt:

Dirk Candidus,
Aktionsbündnis "Tiere gehören zum Circus"
Telefon: 0176/84627788
Weblinks: http://www.tiere-gehoeren-zum-circus.de
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