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Schwäbische Zeitung: Aufprall in der Wirklichkeit - Kommentar zur Rente

Ravensburg (ots) - Haltelinien hat Andrea Nahles bereits versprochen - rote Linien für das Rentenniveau. Wenn sich nichts ändert, sinkt es von der derzeit fast 48 des letzten Nettolohns auf 41,6 Prozent im Jahr 2045. Das ist definitiv zu wenig.

Doch Haltelinien sind auch für die Beiträge nötig. Wenn man das Niveau halten wollte, müssten 2045 die Beschäftigten und ihre Arbeitgeber statt derzeit 18,7 Prozent Beitragssatz dann 26,5 Prozent zahlen. Das ist definitiv zu viel.

Man wird sich also in der Mitte treffen. Das Rentenniveau darf schon nach jetzigen Plänen bis 2030 nicht unter 43 Prozent fallen, der Beitragssatz nicht über 22 Prozent steigen. Ungefähr in dieser Größenordnung wird ein Kompromiss liegen. Gleichzeitig müssen die anderen Säulen der Altersvorsorge, die private und die betriebliche, noch einmal kräftig gestärkt werden. Gerade die unteren Einkommen vernachlässigen derzeit aus Geldmangel und/oder Nachlässigkeit ihre private Altersvorsorge. Hier muss Andrea Nahles Konzept zur betrieblichen Altersvorsorge ansetzen. Sonst finden sich in 30 Jahren viele Rentner in der Grundsicherung wieder.

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