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Schwäbische Zeitung: "Integration braucht Prominenz" - Kommentar

Ravensburg (ots) - Wenn der Landesrechnungshof in Karlsruhe herausfindet, dass das Integrationsministerium entweder größer werden muss oder abgeschafft und in eine andere Behörde eingegliedert gehört, ist das erst einmal ein gefundenes Fressen für die Opposition.

Es ist ja schließlich Wahlkampf und die derzeitige Landesregierung hat nach Meinung von CDU und FDP dem Thema Integration aus politischen Gründen ohnehin schon viel zu viel Prominenz verschafft. Dabei ist - anders als das Thema sexuelle Vielfalt im Schulunterricht - Integration für Ministerpräsident Kretschmann eine Erfolgsgeschichte, mit der er sich schmücken kann. Dass CDU und FDP einem solchen von einer SPD-Ministerin geleiteten Ministerium auch aus diesen Gründen nicht viel abgewinnen können, liegt auf der Hand.

Integration und die Bemühungen darum brauchen eine große Öffentlichkeit. Sonst versauern sie als gut gemeinte Grundsatzpapiere in irgendeiner Unterabteilung eines Ministeriums. Dafür braucht es ein ordentliches Budget und ein politisches Gesicht.

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