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Schwäbische Zeitung: Kommentar zur Ukrainekrise: "Ukraine braucht Nothilfe"

Ravensburg (ots) - Die Ukraine liegt am Boden. Die Staatsschulden des Landes sind im März um 8,3 Prozent gestiegen. Der gesetzliche Mindestlohn liegt unter dem in Bangladesch. In Kiew wird das warme Wasser abgeschaltet, weil die Energieversorger die Gasrechnungen nicht bezahlen können.

Die EU schaut heute besorgt auf Griechenland, welches am Rand eines finanziellen Zusammenbruchs steht. Die Wahrheit ist, dass die vom anhaltenden Krieg gebeutelte Ex-Sowjetrepublik noch eher kollabieren könnte, mit vielleicht härteren Konsequenzen für Europa.

Darum muss die Forderung nach Reformen, nach der Bekämpfung der Korruption in Kiew hintangestellt werden. Viel wichtiger ist es für die EU, die Ukraine schnell zu stabilisieren. Dazu wird die Gemeinschaft voraussichtlich tief in die Tasche greifen müssen. Die Alternative wäre ein "gescheiterter Staat" am Ostrand der EU, ganz nach dem Geschmack der Machthaber in Moskau.

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