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Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Katholische Kirche/Familiensynode

Stuttgart (ots) - Es zeigt sich, wie klug Franziskus gehandelt hat, als er der Bischofsversammlung zum christlichen Kernthema "Familie" einen zweistufigen Diskussionsprozess verordnete. Hätte er es nach dem Brauch seiner Vorgänger bei nur einer Sitzung belassen, dann hätte er - wie gesehen - zum x-ten Mal nur die alten Positionen zu hören bekommen. Wenn es Bewegung, Entwicklung geben soll, dann beginnt sie erst jetzt in Vorbereitung auf die zweite, definitive Sitzung in zwölf Monaten.

Chancen gibt es. Die Bischöfe müssen jetzt, zurück in ihren Gemeinden, die Ergebnisse der ersten Beratungsphase erklären. Und wenn schon die Gläubigen vor einem Jahr aufgefordert waren, ihre Meinung zur überkommenen Lehre zu äußern, dann werden sich die Bischöfe nach der ersten Runde umso mehr Fragen gefallen lassen müssen, vor allem die eine: "Was ist aus unseren Voten geworden?" Falls viele Katholiken mitmachen, dann könnte das auf eine Kirche zulaufen, wie Franziskus sie will: auf eine Kirche in Bewegung endlich, von vielen Schultern getragen.

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