Bundeskriminalamt

BKA: Zielfahndung des Bundeskriminalamtes nimmt international gesuchte Drogenhändler fest

      Wiesbaden (ots) - Am 07.05.2001 nahmen Beamte des
Bundeskriminalamtes (BKA) und der Polizei Valencia/Spanien ein
Pärchen fest, das wegen des Verdachts des Schmuggels von Ecstasy
international sowohl von deutschen als auch spanischen Behörden
gesucht wurde. Es war seit 1995 gemeinsam auf der Flucht.

    Der 38 Jahre alte Rolf K. konnte gegen 11.00 Uhr von Beamten des BKA in einem Bonner Innenstadthotel festgenommen werden. Er hatte eine mit seinem Lichtbild verfälschte italienische Identitätskarte. Kurze Zeit später gelang der Polizei in Valencia in Anwesenheit von zwei Beamtinnen des BKA die Festnahme seiner 28-jährigen Lebensgefährtin. Sie war zuvor mit Unterstützung der Zielfahndung des BKA in Cullera bei Valencia lokalisiert worden.

    Die Staatsanwaltschaft Bonn hatte das BKA am 30.03.2001 um die Übernahme der Zielfahndung ersucht. Gegen die Gesuchten besteht ein Haftbefehl wegen des Verdachts des international organisierten Rauschgifthandels. Rolf K. ist dringend verdächtig, in der Zeit von Juni 1993 bis März 1995 durch mindestens 18 selbständige Handlungen den Transport von mindestens 516.000 Ecstasy-Pillen vom Herstellungsland Niederlande über die Bundesrepublik Deutschland nach Spanien organisiert und diese dort gewinnbringend abgesetzt zu haben. Seiner Mittäterin werden fünf dieser Taten zur Last gelegt. In dem zugrundeliegenden Verfahren wurden in den letzten Jahren Mittäter - meist von K. eingesetzte Kuriere - zu Freiheitsstrafen von bis zu 8 Jahren rechtskräftig verurteilt.

    Zusätzlich wird Rolf K. auch von der spanischen Justiz international wegen gleichgelagerter Delikte gesucht.

    Die schnelle Festnahme zeigt, dass eine enge internationale Zusammenarbeit, in diesem Fall mit den spanischen Kollegen und dem Verbindungsbeamten des BKA in Madrid, die Voraussetzung geschaffen hat, um einen solchen Erfolg zu erzielen.

ots-Originaltext: Bundeskriminalamt

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