Bundeskriminalamt

BKA: Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und Bundeskriminalamt teilen mit: BKA-Zielfahnder nehmen ruandischen Kriegsverbrecher in Frankfurt/Main fest

Wiesbaden (ots) - Am Nachmittag des 17.09.07 haben Beamte der Zielfahndung des Bundeskriminalamtes (BKA) in Frankfurt am Main einen ruandischen Staatsangehörigen festgenommen, der im Jahr 1994 Planungsminister der damaligen HUTU-Regierung war. Dem Mann wird vorgeworfen, im Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg in Ruanda 1994 schwere Verstöße gegen die Genfer Konventionen, Straftaten gegen die Humanität sowie Völkermord begangen zu haben. Er steht im Verdacht, während des Bürgerkrieges in Ruanda HUTU-Milizen und Zivilisten mit Waffen beliefert und ihnen somit den Völkermord an den Tutsi ermöglicht zu haben. Darüber hinaus soll der Festgenommene Mitbegründer eines Radiosenders in Ruanda gewesen sein, der gezielt zum Völkermord an den Tutsi aufgerufen hat. Aufgrund von Anhaltspunkten für einen möglichen Aufenthalt des Gesuchten leitete die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main im Juli ein Auslieferungsverfahren gegen den Gesuchten ein. Grundlage dafür war ein seit 2001 bestehendes internationales Fahndungersuchen zur Festnahme vom Internationalen Strafgerichtshof für Ruanda (ICTR). Das BKA hatte Ende Juli im Auftrag der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main die Fahndung nach dem nun Festgenommenen übernommen. Der Mann bewohnte im Großraum Frankfurt ständig unterschiedliche Wohnungen und Hotelzimmer. Trotz dieses konspirativen Verhaltens konnte der Mann durch umfangreiche Ermittlungsmaßnahmen in Frankfurt am Main festgenommen werden. Er befindet sich derzeit in Auslieferungshaft. Hildegard Becker-Toussaint Leitende Oberstaatsanwältin Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main Michael Albertz Pressesprecher Bundeskriminalamt ots Originaltext: Bundeskriminalamt Digitale Pressemappe: http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=7 Rückfragen bitte an: Bundeskriminalamt Pressestelle Telefon: 0611-551 3083 Fax: 0611-551 2323 www.bka.de Original-Content von: Bundeskriminalamt, übermittelt durch news aktuell

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