Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1824) Mehrere Brände beschäftigen am Wochenende die Polizei

Nürnberg (ots) - Mehrere Brände beschäftigten am vergangenen Wochenende (09./11.12.2006) das Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei. In drei Fällen konnte die Brandursache geklärt werden, in einem ist sie noch unklar. Am Samstag, 09.12.2006, gegen 15.30 Uhr, waren die Rettungskräfte zu einem Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus in der Röthestraße in den Stadtteil Herpersdorf gerufen worden. Mehrere Personen, darunter vier Kinder, behandelte der Rettungsdienst wegen des Verdachts einer Rauchgasintoxikation. Eine Person davon wurde vorsorglich in ein Krankenhaus transportiert. Es entstand im Kellerbereich erheblicher Rußschaden. Brandursache ist nach Feststellung des Fachkommissariats der Nürnberger Kriminalpolizei ein Koffer, der in einem Kellerverschlag abgestellt war und dort von einer bislang noch unbekannten Person vorsätzlich angezündet worden ist. Wenig später gegen 17.30 Uhr mussten die Rettungskräfte in die Regensburger Straße zu einem weiteren Brand ausrücken. Dabei setzte die Berufsfeuerwehr auch eine Drehleiter ein, um eine Bewohnerin aus dem 2. Stock des Mehrfamilienhauses über ein Fenster zu retten. Diese und eine weitere Anwohnerin zusammen mit ihrem Kleinkind wurden mit einer Rauchgasvergiftung in Kliniken eingeliefert. Die restlichen Bewohner des Hauses wurden zunächst in einem bereitgestellten Bus der VAG Nürnberg untergebracht. Brandursächlich waren hier zwei Kinderwägen, die im Treppenhaus im Bereich des Kellerabgangs abgestellt und dort vorsätzlich angezündet worden waren. Auch hier wird versucht, den Brandstifter zu ermitteln. Ebenfalls am Samstag gegen 21.30 Uhr waren die Rettungskräfte noch zu einem Wohnungsbrand in die Gabelsberger Straße in der Nürnberger Südstadt gerufen worden. In der 3. Etage eines Mehrfamilienhauses brannte eine Küche komplett aus. Brandursache war hier nicht genügend beaufsichtigtes Kochgut. Der Sachschaden wird von der Polizei auf ca.10.000 Euro geschätzt. Am Montag, 11.12.2006, gegen 02.00, Uhr nachts eilten die Rettungskräfte dann zu einem Wohnungsbrand in der 3. Etage eines Mehrfamilienhauses in der Lindenaststraße im Stadtteil Maxfeld. Dort brannte eine Mehrzimmerwohnung aus. Es entstand ein vorläufig geschätzter Sachschaden in Höhe von ca. 100.000 Euro. Die weiteren Ermittlungen dazu hat ebenfalls das Fachkommissariat der Nürnberger Kripo übernommen. Die Brandursache ist in diesem Fall noch unklar. Streifen der Polizeiinspektion Nürnberg-Ost, die sehr rasch am Brandort eintrafen, übernahmen sofort die Verständigung und Evakuierung der Bewohner. Eine Bewohnerin (29) der Brandwohnung war zusammen mit ihrem Säugling (6 Monate) auf den Balkon einer Nachbarwohnung geflüchtet. Dort wurde sie von Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr über eine Leiter aus der Gefahrensituation gerettet. Ihr Ehemann (31) flüchtete durch das Treppenhaus, um sich in Sicherheit zu bringen. Dabei erlitt er eine lebensgefährliche Rauchgasvergiftung und musste umgehend in eine Klinik eingeliefert werden. Die weitere Betreuung der Hausbewohner übernahm der Rettungsdienst. Auch hier stellte die VAG Nürnberg einen Linienbus zur Verfügung. Unterstützt wurde die Betreuung auch von einer in der Nähe ansässigen Bäckerei, die Getränke und Backwaren kostenfrei für die Bewohner, aber auch für die Einatzkräfte zur Verfügung stellte. Peter Schnellinger ots Originaltext: Polizeipräsidium Mittelfranken Digitale Pressemappe: http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=6013 Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Mittelfranken Pressestelle Tel: 0911/2112-1030 Fax: 0911/2112-1025 http://www.polizei.bayern.de/mittelfranken/ Original-Content von: Polizeipräsidium Mittelfranken, übermittelt durch news aktuell

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