Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1291) Polizeibeamten auf die Motorhaube genommen

    Nürnberg (ots) - Am Samstagnachmittag bemerkte ein Polizeibeamter, der mit seinem Privatfahrzeug unterwegs war, auf der A 73 im Stadtgebiet Nürnberg einen BMW-Fahrer, der kurz nach der Ausfahrt Zollhaus auf dem Verzögerungstreifen rückwärts fuhr. Der 30-jährige Beamte entschloss sich, den Fahrzeugführer anzuhalten. Nach Verlassen der Autobahn waren mehrere Anhaltungsversuche erfolglos. U.a. wurde der 48- jährige Fahrer von dem Beamten unter Vorzeigen des Dienstausweises direkt angesprochen. Der Mann ignorierte diese Anhalteversuche und flüchtete mit teilweise erheblich überhöhter Geschwindigkeit unter Missachtung roter Ampeln. An der Kreuzung Gleiwitzer Str. / Liegnitzer Str. hielt der BMW verkehrsbingt an. Der Polizeibeamte klopfte hier an die Fahrerseite, zeigte zum wiederholten Male seinen Dienstausweis; als Reaktion des Fahrers kam lediglich Kopfschütteln. Aus diesem Grund stellte sich der Beamte vor das Fahrzeug und versuchte nochmals deutlich zu machen, dass er Polizeibeamter sei und eine Anhaltung beabsichtige. Plötzlich fuhr der BMW-Fahrer an, der Beamte stürzte auf die Motorhaube und konnte sich an einem Scheibenwischer und der Motorhaube selbst festhalten. Durch ruckartige Anfahr- und Bremsvorgänge versuchte der Fahrer nun, sich des Polizeibeamten auf seiner Motorhaube zu entledigen. Nach 40-50 Metern gelang es dem sportlichen Beamten schließlich, sich von dem Fahrzeug zu lösen. Das Fahrzeug flüchtete in Richtung Altenfurt. Der Beamte zog sich bei dem Vorfall glücklicherweise nur Schienbeinprellungen zu. Der Flüchtige und seine Beifahrerin konnte wenig später von einer Streifenbesatzung am Wohnanwesen angetroffen werden. Der 48-Jährige machte keine Angaben zur Sache. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg/Fürth beschlagnahmte die Verkehrspolizei seinen Führerschein sofort. Außerdem wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Ermittlungsverfahren wegen Gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Gefährliche Körperverletzung, Verkehrsunfallflucht sowie diverse Verkehrsordnungswidrigkeiten sind eingeleitet worden.

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