Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (466) An- und Verkaufsgeschäfte Umschlagplatz für Diebesgut

    Nürnberg (ots) - Unter Federführung des Kommissariats 22, einer Fachdienststelle für Sonderfälle der Eigentumskriminalität der Kriminalpolizeidirektion Nürnberg, wurde am Morgen des 01.04.2003 eine großangelegte Durchsuchungsaktion im Großraum Nürnberg durchgeführt. Hierbei wurde eine Vielzahl von Elektronikgeräten, Computern, Handys, Sportartikeln usw. im Wert von ca. 100.000 Euro sichergestellt.

    Nach monatelangen, sehr aufwändigen kriminalpolizeilichen Ermittlungen wurden aufgrund von Durchsuchungsbeschlüssen des Amtsgerichts Nürnberg, die von der Staatsanwaltschaft beantragt waren, insgesamt 19 Objekte durchsucht und 2 Haftbefehle wegen gewerbsmäßiger Hehlerei vollzogen. Zwölf weitere Personen wurden vorläufig festgenommen und nach erfolgter Sachbehandlung wieder entlassen. Insgesamt erstrecken sich die Ermittlungen gegen 25 Tatverdächtige, wovon bereits in den zurückliegenden Wochen 6 Männer (20 - 45 Jahre) und eine Frau (27 Jahre) in U-Haft kamen. Zum Teil verwendeten die Tatverdächtigen das erlangte Bargeld, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten oder ihre Drogensucht zu finanzieren. Auslöser der Polizeiaktion waren Hinweise auf die Tätigkeiten in zwei An- und Verkaufsgeschäften im Nürnberger Stadtgebiet. Regelrecht auf Bestellung "besorgten" Personen durch Diebstahl, Betrug oder Hehlerei Waren für die Geschäfte. Hier wurden die illegal beschafften Artikel aufgekauft und schließlich wieder an die eigentlichen Besteller weiterverkauft. Im großen Stil wurden vor allem Elektronikartikel (Computer, Laptops, DVD-Player, TV-Decoder, Handys) und Sportartikel (Skier, Fahrräder) umgesetzt.

    So hatte beispielsweise ein Tatverdächtiger innerhalb von wenigen Tagen, unter Verwendung der nicht gedeckten Scheckkarte seiner Freundin, Waren in einem Gesamtwert von 20.000 Euro betrügerisch erlangt. Ein anderer schädigte innerhalb weniger Monate insgesamt 70 Versandhäuser durch rechtswidrige Einkäufe im Internet.

    Der Gesamtschaden der innerhalb des Gesamtkomplexes verursacht wurde, liegt nach ersten Schätzungen bei mehreren hunderttausend Euro. Die beiden Hauptverdächtigen (31 und 36 Jahre) werden am 02.04.2003 dem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage überstellt.

    Wegen der Komplexität der Ermittlungen ist damit zu rechnen, dass die Arbeit des Kommissariats 22 zu diesem Fall noch mehrere Monate in Anspruch nehmen wird. Das Fachkommissariat geht davon aus, dass durch diese Aktion gegen die gewerbsmäßigen Hehler den Dieben ein Absatzmarkt entzogen wurde.


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