Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1502) Familienstreit erforderte Einsatz des Spezialeinsatzkommandos (SEK)

    Erlangen (ots) - Gestern Abend, 02.09.2002, gegen 19.55 Uhr, teilte ein Bewohner eines Mehrfamilienhaus in der Erlanger Innenstadt mit, dass im 1. Stock des Anwesens ein Familienstreit im Gange und ein Schuss gefallen sei. Als die Polizei eintraf, teilte eine 59-jährige Frau mit, dass ihr 32-jähriger Schwiegersohn mit einer Pistole auf sie geschossen habe und sich ihre Tochter und deren 10 Tage altes Baby noch in der Wohnung befinden. Diese würden von ihrem angetrunkenen Schwiegersohn bedroht und sie befürchte, dass er den beiden etwas antue. Um welche Waffe es sich handelt, konnte sie nicht angeben.

  Den eingesetzten Polizeibeamten gelang es mit dem Mann Kontakt aufzunehmen. Dabei zeigte es sich uneinsichtig. Um seine Stärke zu demonstrieren, stach er sich mit einem Messer in den Oberschenkel, ließ es dort kurze Zeit stecken und warf es dann nach unten. Nachdem alle Verhandlungsversuche fehlgeschlagen waren, drangen Beamte des SEK Nordbayern in die Wohnung ein und überwältigen den Täter. Seine Frau und das Baby konnten unverletzt befreit werden. Der 32-Jährige hatte die Wohnungstüre mit einer Kommode verstellt. Die Waffe, ein Gasrevolver, sowie drei weitere Messer, die er bereit gelegt hatte, wurden sichergestellt. Ein vorläufiges Blutergebnis ergab 2,20 Promille. Der gewalttätige Mann wurde wegen Selbst- und Gemeingefährlichkeit ins Bezirkskrankenhaus Erlangen eingeliefert.

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