Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (150)Seltsame Totenfeier

      Nürnberg (ots) - In der Nacht von Freitag auf Samstag
mussten Beamte der PI Nürnberg-West zweimal zur gleichen Wohnung
im Stadtteil Johannis fahren.
    Beim ersten Einsatz am frühen Abend hatten besorgte Anwohner
angerufen und mitgeteilt, dass sich mehrere Personen über ein
Baugerüst Zugang zu einer Wohnung verschafft hätten. Die
Überprüfung der vermeintlichen Einbrecher ergab, dass es sich um
eine Gruppe von 9 Punkern handelte, die in der in einem
unordentlichen Zustand befindlichen Wohnung eine Party feierten.
Wie sich heraustellte, war die Wohnungsinhaberin vor einigen
Tagen verstorben. Aus diesem Grund sollte eine Art «Totenfeier»
stattfinden. Da der Freund der Toten und zugleich Mitbewohner
angeblich seinen Wohnungsschlüssel verloren hatte, war der
unübliche Zugang zur Wohnung gewählt worden. Die Anwesenden
wurden aufgefordert, die Nachtruhe der Anwohner nicht zu stören.

    Die Punks kümmerte dies offenbar aber wenig, da etwa eine Stunde später die Polizei von Anwohnern wegen übermäßigen Lärms wieder gerufen wurde. Als die Streifen eintrafen, versuchten die Punks, zu fliehen, konnten jedoch alle festgenommen werden. Der Grund für den Fluchtversuch war schnell festgestellt: Die Gruppe hatte die gesamte Wohnungseinrichtung «zerlegt» und zerschlagen, inclusive Sanitäreinrichtungen und Fensterscheiben. Als Grund für ihr Handeln gaben sie an, dass die Verstorbene ja die Gegenstände nicht mehr benötige und mit Einverständnis ihres Freundes ihr irdischer Besitz zerstört worden sei. Dies habe man der Verstorbenen auch versprochen.

    Da bei dieser Orgie auch irdischer Besitz der Wohnungsbaugesellschaft zerstört wurde, steht auch eine Anzeige wegen Sachbeschädigung im Raum. Drei Punks mussten mit Schnittwunden an den Händen, die sie sich offensichtlich beim Zerschlagen von Scheiben zugezogen hatten, ambulant in einer Klinik behandelt werden. Die alkoholisierten Punks wurden in den Haftzellen der Polizei ausgenüchtert und die jugendlichen Täter wurden den Eltern übergeben.

ots-Originaltext: Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken

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