Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1899) Flüchtender versucht Streifenwagen zu rammen

Feucht (ots) - Filmreif hatte sich für Beamte der Verkehrspolizei Feucht am Samstag (26.10.2013) auf der BAB 9 in Fahrtrichtung Berlin die Anhaltung eines Kraftfahrers dargestellt. Ein 64-Jähriger wurde festgenommen.

Die Polizei wurde verständigt, als der spätere Beschuldigte gegen 18.50 Uhr auf Höhe der Rastanlage Feucht einen VW Multivan, der besetzt war mit einem Ehepaar und ihren vier Kleinkindern überholte und seitlich striff. Ohne sich weiter darum zu kümmern, setzte der Pkw-Fahrer seine Fahrt in Richtung Berlin fort.

Nachdem sich die Insassen des VW-Multivan vom ersten Schreck erholt hatten, nahmen sie die Verfolgung des Unfallverursachers auf und verständigten über Handy die Polizei.

Bei seiner Flucht fuhr er Schlangenlinien über alle drei Fahrspuren. Durch die detaillierten Standortangaben konnten Streifenfahrzeuge an den flüchtigen Pkw herangeführt werden. Auf Höhe der Anschlussstelle Lauf-Süd nahmen die Streifenfahrzeuge den flüchtigen Pkw auf. Mehrere Anhalteversuche scheiterten, da der Pkw Fahrer immer wieder versuchte, sich der Anhaltung durch Überholen der Streifenfahrzeuge zu entziehen.

Schließlich konnte sich ein Streifenfahrzeug vor dem flüchtigen Pkw setzen und die Geschwindigkeit langsam drosseln. Erst machte der Pkw-Fahrer Anstalten zu folgen, gab aber wiederum Gas und wollte seine Fahrt fortsetzten. Um keine nachfolgenden Verkehrsteilnehmer zu gefährden, wurde durch ein weiteres Streifenfahrzeug hinter dem Flüchtenden der Verkehr angehalten. Bei dem Versuch das flüchtende Fahrzeug zu stoppen, gab der Pkw-Fahrer plötzlich Vollgas und versuchte das vor ihm fahrende Streifenfahrzeug zu rammen. Nur durch reaktionsschnelles Handeln der Besatzung konnte ein Zusammenstoß verhindert werden.

Im weiteren Verlauf bremste der Mann plötzlich auf der Mittelspur seinen Wagen bis zum Stillstand ab, legte den Rückwärtsgang ein und versuchte rückwärts zu flüchten. Der Weg wurde ihm jedoch durch einen weiteren Streifenwagen verwehrt. Somit endete seine Flucht.

Der Fahrer, stark betrunken und wie sich herausstelle, ohne Führerschein, wurde von den eingesetzten Beamten aus seinem Fahrzeug gebracht und festgenommen. Die Fahrbahn konnte nach einer kurzen Vollsperrung wieder für den Verkehr frei gegeben werden.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wurde gegen den 64-Jährigen Haftantrag wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffes in den Straßenverkehr und anderer Delikte gestellt. Am 27.10.2013 überstellten ihn die Beamten dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Nürnberg zur Prüfung der Haftfrage. Der Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl.

Bei dem ganzen Vorfall wurde niemand verletzt, die Sechsköpfige Familie kam mit dem Schrecken davon. /Simone Wiesenberg

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