Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1102)49-jähriger Türke in Nürnberg erschossen hier: Bildveröffentlichung des Opfers

      Nürnberg (ots) - Wie mit OTS 1100 berichtet, wurde am
Mittwoch, 13.06.2001, der 49-jährige Türke Abdurrahim Özüdogru
tot in seinen Wohn- und Geschäftsräumen in Nürnberg, Gyulaer
Straße 1, Erdgeschoss, aufgefunden.

    Abdurrahim Özüdogru ist seit Jahren geschieden. Er lebt seit 1973 in Deutschland und war zuletzt als Maschinenarbeiter in einem Nürnberger Großbetrieb tätig. Am 13.06.2001 hatte er Frühschicht. Nebenbei betriebt er eine Änderungsschneiderei an der Ecke Gyulaer-/Siemensstraße. An den Laden schließt im Erdgeschoss die Wohnung an.     Özüdogru ist Besitzer eines älteren grauen Pkw Daimler Benz, der zur Tatzeit abgemeldet nahe seiner Wohnung stand. Er wollte dieses Fahrzeug verkaufen.

    Die Mordkommission konnte inzwischen ermitteln, dass am Montagnachmittag, 11.06.2001, Özüdogru zusammen mit zwei weiteren Männern bei seinem Fahrzeug vor dem Laden stand und dort offensichtlich Verkaufsverhandlungen bezüglich seines Pkw Mercedes führte. Es entstand der Eindruck, als hätten sie miteinander gestritten. Einer der vermeintlichen Autokäufer, vermutlich ein Osteuropäer, war ca. 45 Jahre alt, 175 bis 178 cm groß, hatte normale Figur, bräunliche Haare, einen Oberlippenbart und einen Kinnbart, ähnlich einem Ziegenbärtchen. Bekleidet war er mit einem blau-weiß karierten langärmeligen Holzfällerhemd und ausgewaschenen Bluejeans. Die //Autokäufer// benutzten eine dunkelblaue Limousine Opel Omega mit matter Lackierung. An dem Pkw hing ein Pkw-Transportanhänger. Der Pkw hatte schwarze Kennzeichen mit weißer Schrift, wie sie zum Beispiel in Polen verwendet werden.

    Am 13.06.2001, gegen 16.30 Uhr, hörten Anwohner zwei Schüsse. Unmittelbar darauf ging ein Mann aus Richtung des Ladens zu einem gegenüber in der Siemensstraße abgestellten dunkelblauen Opel Omega und stieg auf der Beifahrerseite ein. Danach fuhr der Pkw in Richtung Gugelstraße (Westen) weg.     Dieser Mann war derjenige, der bereits oben hinsichtlich der Verkaufsverhandlungen am 11.06.2001 beschrieben wurde. Er trug auch noch das beschriebene blau-weiß karierte Holzfällerhemd. Auch der dunkelblaue Opel Omega dürfte das gleiche Fahrzeug gewesen sein.

    Am Mittwoch, 13.06.2001, gegen 21.25 Uhr, befand sich ein 40-jähriger Kroate zu Fuß auf dem Nachhauseweg. Als er an der Änderungsschneiderei vorbei ging, sah er, dass dort Licht brannte, und er erkannte durch das Schaufenster, dass im hinteren Teil des Ladens ein Mensch in einer Blutlache saß. Mit seinem Handy alarmierte er sofort die Polizei. Die Ladentüre war zwar geschlossen, aber nicht abgesperrt. Abdurrahim Özudogru saß an einem Schrank angelehnt. Der Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen. Nach der inzwischen erfolgten Obduktion steht fest, dass er zwei tödliche Kopfschüsse erlitt, die von einer Pistole Kaliber 7,65 abgegeben wurden.

    Zur Klärung des Verbrechens bittet die Nürnberger Mordkommission die Bevölkerung um Mithilfe.

    - Wer weiß, welche Personen einen dunkelblauen Opel Omega mit Pkw-Transportanhänger und polnischen Kennzeichen benutzten?

    - Wer kennt eine Person, auf die die Personenbeschreibung des Mannes vom 11. und 13.06.2001 zutrifft?

    - Wer kann Angaben zu dem geplanten Mercedes-Verkauf des Herrn Ö. machen?

    - Wer kennt Autohändler, die einen dunkelblauen Opel Omega mit Pkw-Transportanhänger benutzen?

    - Wer hat schon mit solchen Personen Verkaufsverhandlungen geführt?

    - Wer hat am Montagnachmittag, 11.06.2001, die erwähnten Verkaufsverhandlungen und den Streit an der Ecke Siemens-/Gyulaer Straße verfolgt?

    - Wer hat am Mittwoch, 13.06.2001, gegen 16.30 Uhr, Wahrnehmungen gemacht, die mit dem Tötungsdelikt in Zusammenhang stehen könnten bzw. wer hat zu dieser Zeit eine Person aus Richtung der Änderungsschneiderei kommen und in den Opel Omega einsteigen sehen?

- Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben?

    Mitteilungen bitte an den Kriminaldauerdienst Nürnberg unter der Telefonnummer: 0911/ 211-3333.

Das anhängende Lichtbild zeigt das Opfer.

ots-Originaltext: Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken

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