Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1344) Junges Mädchen auf der Wöhrder Wiese malträtiert - Tatverdächtige ermittelt

Nürnberg (ots) - Wie berichtet (Meldung Nr. 1245 vom 21.07.2013) schlugen und traten am Freitagabend (19.07.2013) drei weibliche Jugendliche im Stadtteil Wöhrd auf ein Mädchen ein und flüchteten anschließend. Die Polizei ermittelte jetzt drei Tatverdächtige im Alter von 15 und 16 Jahren.

Das spätere Opfer und die drei Tatverdächtigen waren zwischen Franz-Josef-Strauß-Brücke und U-Bahnhof Wöhrder Wiese wegen einer Nichtigkeit gegen 19:30 Uhr in Streit geraten. Im weiteren Verlauf schlugen und traten die Jugendlichen auf die bereits am Boden liegende 13-Jährige ein, die dabei kurzfristig das Bewusstsein verlor. Bis zum Eintreffen der Polizei gelang dem Trio die Flucht.

Das Mädchen erlitt Prellungen und Schürfwunden und kam nach notärztlicher Erstversorgung vom Rettungsdienst in eine Klinik.

Wie sich im Zuge der Ermittlungen durch die Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte herausstellte, war an gleicher Örtlichkeit kurz zuvor eine 14-Jährige von zwei der drei Tatverdächtigen ebenfalls geschlagen und am Boden gegen den Nacken getreten worden. Die 14-Jährige hatte noch versucht, mit der U-Bahn nach Hause zu fahren. Nachdem sie auf dem Heimweg zusammenbrach, verständigte ein Freund den Rettungsdienst und sie kam ebenfalls zur weiteren Behandlung in eine Klinik.

Durch die Veröffentlichung des Vorfalles in den Medien meldeten sich Zeugen bei den Ermittlern. Dabei stellte sich heraus, dass die Tathandlungen von Umstehenden mittels Mobiltelefonen (sog. Smartphones) aufgenommen und in einem sozialen Netzwerk veröffentlicht worden waren. Auf diesen Videos bestätigte sich die von den Opfern geschilderten Tathandlungen. Zwei der Beschuldigten (15 und 16) stellten sich bei der Polizei und legten ein Geständnis ab. Die Dritte im Bunde (15) macht keine Angaben bei der Polizei und lässt sich anwaltschaftlich vertreten.

Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzungen wurden eingeleitet.

Robert Sandmann/n

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