Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1209) Missbrauch von Schmerzpflastern - Tatverdächtige ermittelt

Nürnberg (ots) - In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt der Stadt Nürnberg und den Krankenkassen ermittelt die Kriminalpolizei Nürnberg seit Ende 2011 wegen des Verdachts des Erschleichens von Schmerzpflastern (Fentanyl) durch überhöhte Verschreibungsmengen. Dabei gerieten zwei Arzneimittelkonsumenten (49 und 55) sowie ein halbes Dutzend Ärzte in das Visier der Ermittler.

Aus der Überprüfung einer Vielzahl von Unterlagen ging hervor, dass die Männer in einem Zeitraum von mindestens drei Jahren eine Gesamtmenge von über 2000 Fentanyl-Pflastern verschrieben bekamen.

Dies ermöglichte das sogenannte "Ärzte-Hopping", indem die Konsumenten rund 30 unterschiedliche Ärzte, überwiegend im Stadtgebiet Nürnberg aufsuchten. Dabei stellte sich heraus, dass von einem halben Dutzend Arztpraxen überdurchschnittlich große Mengen des Schmerzmittels in kurzen Zeitabständen an die beiden Arzneimittelkonsumenten abgegeben wurden.

In diesem Zusammenhang wurden mit richterlichen Durchsuchungsbeschlüssen Ende Juni 2013 die Wohnungen der Konsumenten und sechs Arztpraxen durchsucht. Dabei stellten die Beamten in den Wohnungen eine geringe Anzahl Fentanyl-Pflaster und in den Praxen Patientenakten sicher.

Die beiden Beschuldigten machten gegenüber der Kriminalpolizei bisher keine Angaben. Ein Teil der betroffenen Ärzte hat sich zu den Vorwürfen geäußert.

Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz wurden eingeleitet.

Robert Sandmann

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Mittelfranken
Polizeipräsidium Mittelfranken Pressestelle
Telefon: 0911/2112-1030
Fax: 0911/2112-1025
http://www.polizei.bayern.de/mittelfranken/

Original-Content von: Polizeipräsidium Mittelfranken, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Polizeipräsidium Mittelfranken

Das könnte Sie auch interessieren: