Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (395) Veröffentlichung der Kriminalstatistik Mittelfranken 2012 (Vorjahreszahlen in Klammern)

MITTELFRANKEN (ots) - Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2012 verzeichnet für den Regierungsbezirk Mittelfranken 91.755 Straftaten. Dies ist eine moderate Zunahme um 576 Fälle oder 0,6 % gegenüber dem Vorjahr und spiegelt den gesamtbayerischen Trend. Dies ist auch der gestiegenen Anzahl der Fahrraddiebstähle und den nach wie vor hohen Fallzahlen bei den Wohnungseinbrüchen geschuldet. Die Aufklärungsquote beträgt 63,1 % (64,1 %).

Besonders hervorzuheben ist, wie Polizeipräsident Johann Rast heute bei der Veröffentlichung der mittelfränkischen Kriminalstatistik feststellte, dass der Anteil der jugendlichen Tatverdächtigen seit Jahren kontinuierlich rückläufig ist und wir heute den niedrigsten Stand seit mehr als zehn Jahren feststellen können. Der Anteil Jugendlicher (unter 21 Jahren) an den gesamten ermittelten Tatverdächtigen von 40.418 (41.163) beträgt aktuell 9.457 oder 23,4 % (25,1 %).

Allerdings hat sich gleichzeitig die Anzahl der alkoholisierten Tatverdächtigen bei den Jugendlichen nochmals erhöht auf einen Anteil von 21,1 Prozent. Polizeipräsident Rast unterstreicht, dass weiterhin durch gemeinsame Bemühungen mit den Sicherheitsbehörden sowie Jugendschutzkontrollen konsequent gegen Alkoholmissbrauch, insbesondere bei Jugendlichen, vorgegangen wird.

Die Fallzahlen bei den Tötungsdelikten befinden sich mit 62 (64) Straftaten (inklusive der Versuche) nahe am Zehnjahres-Durchschnittswert.

Bei den Sexualdelikten wurde aktuell der niedrige Wert des Vorjahres (841) noch einmal um 2,7 % unterschritten und verzeichnet somit mit 818 Fällen den niedrigsten Stand seit mehr als zehn Jahren.

Bei den Raubdelikten wurde die Zunahme des Vorjahres weitgehend kompensiert, womit sich die Fallzahlen 490 / - 6,8 % (526) deutlich unter dem Zehnjahres-Durchschnittswert bewegen. Jugendliche Tatverdächtige sind hier überproportional vertreten, was sich im Raubgut (Smart-Phone) häufig widerspiegelt.

Bei den Körperverletzungsdelikten gab es einen erneuten Anstieg auf 11.894 / + 3,9 % (11.450). Dabei ist der Anteil derer, bei welchen mindestens ein Tatverdächtiger unter Einfluss von Alkohol stand, hoch.

Während sich die Situation beim einfachen Diebstahl wieder leicht rückläufig zeigt und den zweitniedrigsten Wert innerhalb der letzten zehn Jahre aufweist, ist beim schweren Diebstahl erneut ein deutlicher Zuwachs zu verzeichnen. Besonders begehrt waren hochwertige Fahrräder. Hier stiegen die Fallzahlen um 12,3 % auf 5.333 (4.751).

Als Tatverdächtige wurden zunehmend osteuropäische Tätergruppierungen beobachtet. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten die Diebstähle offensichtlich im Rahmen der Rauschgift-Beschaffungskriminalität.

Die Wohnungseinbrüche gingen leicht, - 1,8 %, auf 994 (1.012) Fälle zurück, sodass von einer Stagnation auf relativ hohem Niveau gesprochen werden kann. Nach wie vor sind die sogenannten Tages- und Dämmerungswohnungseinbrüche in Einfamilien- und Reihenhäuser hier ausschlaggebend. Konzepteinsätze und intensive Fahndungsmaßnahmen führten zur Festnahme einiger Tatverdächtiger, denen mehrere Wohnungseinbrüche zugeordnet werden konnten.

Die wiederholten Rückgänge in den Deliktsbereichen Betrug um

   - 6,1 % auf 11.855 (12.620) Fälle und Sachbeschädigung um - 2,6 % 
     auf 11.690 (12.002) führten zur jeweils niedrigsten Zahl der 
     registrierten Delikte im Zehnjahresvergleich. 

Im Phänomenbereich Rechts sanken die Straftaten um 18 Fälle /

   - 6,7 % auf 249 (267). Die Propagandadelikte stellen mit einem 
     Anteil von 171 Fällen / 68,7 % die größte Deliktsgruppe dar. Die
     rechtsmotivierten Gewaltstraftaten, ausschließlich 
     Körper-verletzungsdelikte, sanken im Berichtszeitraum von 16 auf 

sechs Fälle.

Im Phänomenbereich Links gingen die Fallzahlen um zehn Fälle /

   - 6,5 % auf 143 (153) Fälle zurück. Der Schwerpunkt liegt hier bei
     den Sachbeschädigungen. Die Gewaltstraftaten  haben sich  auf 38
     (26) erhöht. Davon entfielen 29 Fälle auf 
     Körperverletzungsdelikte im Zusammenhang mit demonstrativen 
     Aktionen. 

Die Politisch motivierte Ausländerkriminalität stieg von neun auf 16 Fälle, liegt aber weiterhin auf einem niedrigen Niveau.

Mit zahlreichen Präventionskonzepten und kriminalpolizeilichen Fachberatern bei allen Kriminalpolizeidienststellen versucht die mittelfränkische Polizei die Entwicklung der Kriminalität weiterhin positiv zu beeinflussen und die Fallzahlen zu senken.

Elke Schönwald/n

Einzelheiten unter

http://www.polizei.bayern.de/mittelfranken/Kriminalitaet/statistik/index.html/37697

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