Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (7) Bewaffneter Raubüberfall auf Fahrgast im Zug aufgeklärt

      Ansbach (ots) - Der Überfall auf einen Zugfahrgast am
vergangenen Samstagabend ist geklärt. Die Ansbacher
Kriminalpolizei konnte jetzt zwei Tatverdächtige aus dem Ulmer
Großraum festnehmen. Gegen die beiden Männer im Alter von 18 und
19 Jahren wurde zwischenzeitlich Haftbefehl erlassen. Auf die
Spur der Räuber stießen die Fahnder nach einem Hinweis, den ein
Ulmer Bürger der Polizei gab.

    Wie berichtet, überfielen zwei mit Pistolen bewaffnete junge Männer während einer Zugfahrt von Ansbach nach Nürnberg im Bereich Heilsbronn einen 71-jährigen Fahrgast. Der Rentner aus dem Raum Roßtal, der alleine in einem Zugabteil saß, händigte den Männern seinen Geldbeutel, in dem sich neben 300 Mark Bargeld auch noch zwei EC-Karten befanden, aus. Die Räuber verließen, wie sich jetzt herausstellte, bei einem Halt in Heilsbronn den Zug und setzten ihre Flucht noch in der Nacht als Anhalter fort.

    Zum Verhängnis wurde ihnen vor wenigen Tagen allerdings ein Fehler: Nachdem einer der Tatverdächtigen in einer Ulmer Telefonzelle ein Telefonat geführt hatte, ließ er dort einen Geldbeutel liegen. Ein 43-jähriger Stadtbürger entdeckte das Behältnis. In diesem Moment kam ein junger Mann zur Telefonzelle zurück, der den Finder um die Herausgabe der Fundsache bat. Weil aber der vom Verlierer genannte Namen mit vorgefundenen Personalien im Geldbeutel nicht identisch war, lieferte der misstrauisch gewordene Ulmer, ohne Begleitung des angeblichen Geldbeuteleigentümers, die Fundsache bei der Polizei ab. Dort stellte sich bei den Überprüfungen heraus, dass der //Fundgegenstand// aus einer Raubstraftat in Mittelfranken stammt.

    In aufwendiger Ermittlungsarbeit gelang es nun der Ulmer Polizei in Zusammenarbeit mit den Ansbacher Kollegen im Großraum Ulm die beiden Tatverdächtigen zu ermitteln. Zwischenzeitlich legten sie auch ein Geständnis ab. Auch die bei der Raubstraftat mitgeführten Waffen, zwei Schreckschusspistolen, konnte man sicher stellen.

ots-Originaltext: Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken

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