Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (461) Verkehrsunfallstatistik Mittelfranken 2007 - Auszüge Vorjahreszahlen in Klammern)

    Mittelfranken (ots) - In Mittelfranken ereigneten sich 47.390 (46.011) Verkehrsunfälle, dies bedeutet einen Anstieg um 3 Prozent. Die Zahl der Verletzten blieb mit 9.986 (9.921) Personen nahezu gleich mit der des Vorjahres. Es wurden 106 (95) Verkehrstote erfasst.

    Zwei Drittel aller Unfälle ereigneten sich dabei innerhalb geschlossener und ein Drittel außerhalb geschlossener Ortschaften. Bei den folgenschweren Unfällen außerorts - mit Autobahn -  wurden 3.708 (3.855) Personen verletzt und 83 (69) getötet.

    Bei insgesamt 5.417 (5.020) Verkehrsunfällen auf den mittel-fränkischen Autobahnen wurden 21 (17) Personen getötet und 1.161 (1.168) verletzt.

    Bei der Gruppe "Junge Erwachsene" (18 - 24 Jahre) stieg die Anzahl der unfallbeteiligten Personen am Gesamtunfallaufkommen um 67 auf 5.740. Der Anteil dieser Altersgruppe am Gesamtunfallaufkommen beträgt 15,26 %, obwohl der Bevölkerungsanteil nur bei 8,16 % liegt. Die jungen Erwachsenen sind deshalb nach wie vor die am stärksten gefährdete Altersgruppe. Bei diesen Unfällen wurden 20 (19) getötet und 1.943 (1.919) verletzt.

    3 Pkw-Fahrer sowie 6 Mitfahrer könnten mit hoher Wahrscheinlichkeit noch leben, wenn sie angegurtet gewesen wären. Insgesamt beanstandete die Polizei 22.818 Verkehrsteilnehmer, die gegen die Gurtanlegepflicht verstießen.

    Die Anzahl der unter Alkoholeinfluss verursachten Verkehrsunfälle ist um fast 10 % gesunken auf 760 (833).  Dabei wurden 6 Personen getötet und 436 verletzt. Auf Grund der Drogenkontrollen mit Hilfe des Drogenschnelltests konnten 1.423 folgenlose Drogenfahrten festgestellt werden. 43 (62) Verkehrsteilnehmer verursachten unter dem Einfluss von Drogen Verkehrsunfälle. Dabei wurden 16 Personen verletzt.

    Bei 9 % aller Verkehrsunfälle ist die Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit oder nicht angepasste Geschwindigkeit die Unfallursache. Die Polizei reagiert auf solche Entwicklungen mit einer flexiblen Anpassung der Geschwindigkeitsmessungen zu den relevanten Zeiten und erhöht ihre Messeinsätze. Dazu sind mittlerweile alle mittelfränkischen Polizeidienststellen mit Handlasermessgeräten ausgestattet.

    Im Jahre 2007 benutzten 15.343 Fahrzeugführer ihr Handy verbotswidrig am Steuer ihres Pkw.

    Erfreulich ist, dass wie in den vergangenen acht Jahren kein Schüler auf dem Weg zur Schule ums Leben kam. Zur Überwachung und Sicherung des Schulweges setzt die Polizei neben ihren Verkehrserziehern auch Schülerlotsen und Schulweghelfer ein. Geschwindigkeitsmessungen im Umfeld von Schulen leisten einen weiteren Beitrag für einen sicheren Schulweg.

    Trotz steigender Motorisierung und Fahrleistung hat sich die Anzahl der Verkehrstoten seit Bestehen des Polizeipräsidiums Mittelfranken im Jahr 1978 von 319 Getöteten  auf 106 im Jahr 2007   um zwei Drittel reduziert.

    Die komplette Verkehrsunfallstatistik Mittelfranken 2007 steht im Internet unter

    http://www.polizei.bayern.de/mittelfranken

    zur Verfügung.

    Peter Grösch/hu


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